Nr. 232 – Rhein-Lahn-Kreis. Mit einer gemeinsamen Erstbefahrung einer historischen Verdolung unterhalb einer Bundesstraße und des Bereichs der Kreisverwaltung in Bad Ems wurde ein wichtiger Schritt zur Bewertung bestehender Infrastruktur und möglicher Zukunftsperspektiven unternommen.
An der Untersuchung beteiligten sich der Rhein-Lahn-Kreis mit Landrat Jörg Denninghoff, das Klimaschutzmanagement des Landkreises, der Betreiber des örtlichen Wasserkraftwerks, die Höhlenrettung Hessen/Rheinland-Pfalz e. V. sowie Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Feuerwehr.
Ziel war es, den baulichen Zustand und die Standsicherheit der Verdolung zu bewerten und zu prüfen, ob die bestehende Infrastruktur künftig für Versorgungsaufgaben genutzt werden könnte – etwa für Leitungen im Zusammenhang mit einer Flusswärmeversorgung oder als Stromtrasse.
„Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung beginnen auch mit dem Blick auf das, was bereits vorhanden ist. Bevor neue Infrastruktur geschaffen wird, sollten wir prüfen, welche Potenziale in bestehenden Bauwerken liegen“, betonte Landrat Denninghoff.
Das Klimaschutzmanagement begleitet die weiteren Untersuchungen mit Blick auf mögliche Beiträge zur regionalen Energiewende. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für vertiefende technische, wirtschaftliche und genehmigungsrechtliche Prüfungen.
Die Maßnahme verdeutlicht den Mehrwert der Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche: Während die Kreisverwaltung die Koordination übernahm, brachte der Wasserkraftwerksbetreiber Steinhoff Energieanlagen GmbH seine energiewirtschaftliche Expertise ein. Die Höhlenrettung Hessen/Rheinland-Pfalz e.V. unterstützte die sichere Befahrung, Feuerwehr und DRK sorgten für die Absicherung.
Mit der Prüfung der Verdolung verfolgt der Landkreis das Ziel, bestehende Infrastruktur nachhaltig weiterzuentwickeln und – sofern technisch und wirtschaftlich sinnvoll – für zukünftige Anforderungen der Energieversorgung nutzbar zu machen.
Foto: Kreisverwaltung/ Jasmin Lemler



