Nr. 310 – Rhein-Lahn-Kreis. Kürzlich fand eine Überprüfung der Leistungsfähigkeit der Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst (SEG San) für den Betrieb eines Behandlungsplatzes 15 (BHP 15) statt. BHP 15 bedeutet, dass 15 Patienten in einer Stunde gesichtet und behandelt werden können.
Die Ausstattung ist für zwei Durchläufe geplant. Nach der Katastrophenschutzlandesverordnung muss der Rhein-Lahn-Kreis zwei solcher Module vorhalten. In Summe heißt das, dass insgesamt 60 Betroffene mit den eigenen Ressourcen gesichtet und behandelt werden können.
Die SEG San wird im Rhein-Lahn-Kreis vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und den Maltesern im Auftrag des Landkreises betrieben. Zu den Fahrzeugen gehören die Gerätewagen Sanitätsdienst des Landkreises, des Bundes und des DRK Ortsvereins Lahnstein.
Der Aufbau wurde wegen der Witterung kurzfristig in die SEG Fahrzeughalle in Singhofen verlegt. Auf einen Aufbau der dazugehörigen Sichtungs- und Behandlungszelte wurde bewusst verzichtet. Nach dem Aufbau wurden die einzelnen Durchläufe der Stationen besprochen, sodass der Wissensstand aller Beteiligten angeglichen werden konnte.
Neben den SEG Helfern waren die Organisatorischen Leiter und Leitenden Notärzte des Landkreises vertreten. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Guido Erler dankte zusammen mit seinem Stellvertreter Lars Ritscher den engagierten Helfern für den schnellen und guten Aufbau der Behandlungsplätze. Neben der fachlichen Vertiefung konnte auch die organisationsübergreifende Zusammenarbeit gestärkt werden. Nur gemeinsam sind die heutigen und zukünftigen Herausforderungen im Brand- und Katastrophenschutz zu meistern.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne an die Hilfsorganisationen, die Feuerwehren oder den Kreis wenden. Helfende Hände werden auch zukünftig für die vielfältigen Aufgaben im Brand- und Katastrophenschutz für den Dienst am Menschen gesucht.
Foto: Paul Elbert
