Nr. 261 – Rhein-Lahn-Kreis. Auch in diesem Jahr hat das Seniorenbüro „Die Brücke“ alle „Netten Nachbarn“ aus dem Rhein-Lahn-Kreis zu einer Weiterbildung eingeladen. Das Treffen fand bei hochsommerlichen Temperaturen in der Stiftung Scheuern in Nassau statt. Auf die „Netten Nachbarn“ aus den Gruppen Bad Ems-Nassau, Nastätten, Loreley, Diez/Aar-Einrich sowie aus den Ortsgemeinden Filsen und der neu gegründeten Gruppe aus Kaltenholzhausen wartete ein interessantes Programm. Mit von der Partie waren auch die Ansprechpartnerinnen und der Ansprechpartner der Pflegestützpunkte, die alle „Netten Nachbarn“ bei Bedarf fachlich begleiten und unterstützen.
Uschi Rustler vom Seniorenbüro „Die Brücke“ begrüßte die Teilnehmenden und dankte den „NeNa’s“ herzlich für ihr großes Engagement. Sie würdigte insbesondere die Zeit, die die Ehrenamtlichen den Menschen in ihrer Nachbarschaft schenken und betonte den hohen gesellschaftlichen Wert ihres Einsatzes.
Den fachlichen Auftakt bildete ein Vortrag zum Thema: „Betreuungsrecht und persönliche Vorsorge“. Wer entscheidet für mich, wenn ich es selbst nicht mehr kann? Welche Möglichkeiten der Vorsorge gibt es, und warum sind Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung für Menschen jeden Alters wichtig? In diesem praxisnahen Vortrag von Maximilian Klemmer und Ceyda Külekci vom Betreuungsverein Nassauer Land e.V. erhielten die Gäste einen verständlichen Einblick in die Grundlagen des Betreuungsrechts und der persönlichen Vorsorge. Anhand von Beispielen aus dem Alltag wurden häufige Fragen aufgegriffen, Irrtümer aufgeklärt und Handlungsmöglichkeiten vorgestellt. Dabei wurde insbesondere erläutert, welche Bedeutung Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung haben und wie diese sinnvoll eingesetzt werden können. Wie wichtig dieses Thema für die Anwesenden war, zeigte sich an der regen Beteiligung: Zahlreiche Fragen wurden gestellt und mit den Referierenden ausführlich diskutiert.
Nach der Mittagspause stellte Jürgen Ackermann, Koordinator der ambulanten Hospizdienste Rhein-Lahn e.V., die Hospiz- und Palliativarbeit im Rhein-Lahn Kreis vor. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, sich auch mit den Themen Sterben, Tod und Abschied auseinanderzusetzen. Der offene Dialog und die Möglichkeit, auch bei diesem Vortrag Fragen zu stellen, wurden von den Gästen sehr geschätzt.
Beim abschließenden Erfahrungsaustausch berichteten die „Netten Nachbarn“ aus ihrer ehrenamtlichen Praxis. Dabei wurden viele wertvolle Erfahrungen und Anregungen ausgetauscht, die die Teilnehmenden für ihre zukünftige Arbeit mitnehmen können. Auch der Blick in die Zukunft kam nicht zu kurz: Es wurden erste Themenwünsche für die Weiterbildung im Jahr 2027 gesammelt. Damit wurde deutlich, wie groß das Interesse an kontinuierlicher Weiterbildung und fachlichem Austausch innerhalb des Netzwerks der „Netten Nachbarn“ ist.
„Die Veranstaltung kam bei uns allen richtig gut an. Es war ein gelungener und informativer Tag“, so eine „Nette Nachbarin“.
Wer sich für die Arbeit der „Netten Nachbarn“ interessiert und in einer der regionalen Gruppen mitmachen möchte, wendet sich an Uschi Rustler, Seniorenbüro „Die Brücke“, Telefon 02603/972-336, uschi.rustler@rhein-lahn.rlp.de
Foto: Edith Lawrenz
