Nr. 188 – Rhein-Lahn-Kreis. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zur Daseinsvorsorge deutet darauf hin, dass in vielen Gemeinden des Rhein-Lahn-Kreises erheblicher Handlungsbedarf besteht. Die Ergebnisse beruhen auf objektiven Messdaten, jedoch auch auf subjektive Elemente, die kritisch eingeordnet und durch weitere Daten sowie Langzeitbetrachtungen ergänzt werden müssen.
Die Kreisverwaltung bewertet die Ergebnisse als Tendenz, die vor Ort geprüft und in kommunale Planungen integriert werden müssen. Der größte Handlungsbedarf liegt in dauerhaft bestehenden Infrastruktur- und Angebotslücken, insbesondere in Bildung, Mobilität und digitaler Infrastruktur. Dabei müssen lokale Bedarfe, Ressourcen und Verantwortlichkeiten berücksichtigt werden.
Umsetzende Vorhaben beinhalten Investitionen in Schulen, Mobilität, Breitband- und Netzversorgung sowie Gesundheits- und Freizeitangebote. Die Umsetzung erfolgt durch eine enge Zusammenarbeit von Kreisverwaltung, Kommunen, Trägern und lokalen Partnern.
„Die IW-Studie liefert Impulse, sollte aber nicht alleinige Entscheidungsgrundlage sein. Eine verlässliche Daseinsvorsorge erfordert kontinuierliche Daten, Langzeitbetrachtungen und regelmäßige Gespräche mit Kommunen, Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern. Viele der Ergebnisse machen stutzig und passen nicht mit der aktuellen Situation vor Ort zusammen. Nehmen wir als Beispiel meinen Heimatort Allendorf. Er belegt im Themenfeld Bildung Platz 753, das ist der 2. Platz im Rhein-Lahn-Kreis. Der Schulstandort Nastätten nur Platz 3737, im Kreis ist das Rang 23. Wie kann das sein? Ziel ist es, die Versorgung dort zu verbessern, wo sie nötig ist, und die lokale Lebensqualität zukunftsfähig zu sichern. Dazu wird die kommunale Familie auch das Sondervermögen `Rheinland-Pfalz-Plan für Bildung, Klima und Infrastruktur´ nutzen“, so Landrat Jörg Denninghoff zusammenfassend.
