Infoveranstaltung zum Projekt „Wunschgroßeltern“


Nr. 246 – Rhein-Lahn-Kreis. Bereits Mitte der 1990er-Jahre hat das Seniorenbüro „Die Brücke“ des Rhein-Lahn-Kreises kurz nach seiner Gründung, in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn, das Projekt „Wunschgroßeltern - Enkelwunsch“ gegründet. Zu einer Informationsveranstaltung lädt das Seniorenbüro Interessierte für Montag, den 24. August um 16 Uhr ins Kreishaus in Bad Ems ein.

„Damals hieß es noch „old meets young“, also „Alt trifft Jung“, erinnert sich Uschi Rustler vom Seniorenbüro. Denn längst nicht mehr wohnen Familien über Generationen in einem Ort. Vor allem berufliche Gründe führen dazu, dass die jungen Erwachsenen ausschwärmen - und sich dann oft in ganz anderen Ecken Deutschlands oder der Welt ein Leben aufbauen. „Wir wissen, dass viele Seniorinnen und Senioren einsam sind und sich nach Kontakt zu Kindern sehnen“. Auf der anderen Seite gibt es viele Familien, die weit weg von ihrer Heimat leben und keine Großeltern in der Nähe haben. Genau diese Menschen bringt Uschi Rustler gemeinsam mit ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Edith Lawrenz zusammen. Natürlich ist die Chemie ganz entscheidend für eine funktionierende Beziehung. Ein jeweils passender Fragebogen für Wunschgroßeltern und Wunschfamilie muss gewissenhaft ausgefüllt werden. Außerdem müssen potenzielle Omas und Opas ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorweisen.

Wichtig: „Wunschgroßeltern sind keine Tagesmütter, Betreuungspersonal oder gar Haushaltshilfen“, betont Edith Lawrenz. „Und es gibt auch keine Bezahlung. Es geht darum, sich gegenseitig zu unterstützen.“ Das Projekt ist ausschließlich auf den Rhein-Lahn-Kreis begrenzt.

Derzeit gibt es im Rhein-Lahn-Kreis sehr gut funktionierende Verbindungen von Wunschgroßeltern und Familien. Allerdings stehen Familien aus nahezu allen Verbandsgemeinden und der Stadt Lahnstein auf der Warteliste. Von daher werden engagierte Menschen, die Freude am Umgang mit Kindern haben und sich als ehrenamtliche Wunschgroßeltern für Familien einsetzen möchten, gesucht. Die Seniorinnen und Senioren werden natürlich nicht allein gelassen. Es gibt auf Wunsch regelmäßige Gesprächskreise, in denen sich die Wunschgroßeltern austauschen können.

Während der Veranstaltung am 24. August stellen Uschi Rustler und Edith Lawrenz vom Seniorenbüro „Die Brücke“ das Projekt vor und informieren über die Aufgaben, den Ablauf der Vermittlung sowie die Begleitung der Ehrenamtlichen. Wunschgroßeltern und eine Familie aus der Verbandsgemeinde Loreley berichten von ihren Erfahrungen. Die persönlichen Einblicke zeigen, wie bereichernd die Begegnungen zwischen den Generationen sein können. Kinder gewinnen zusätzlich Bezugspersonen, Familien erfahren Entlastung im Alltag und die Wunschgroßeltern erleben wertvolle gemeinsame Zeit. Nicht selten entstehen daraus langjährige Beziehungen.

Alle sind herzlich eingeladen, das Projekt kennen zu lernen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Anmeldungen beim Seniorenbüro „Die Brücke“, Telefon 02603/972-336, uschi.rustler@rhein-lahn.rlp.de


Foto: Seniorenbüro/Uschi Rustler