Nr. 336 – Rhein-Lahn-Kreis. Mit der Grundsteinlegung für den Teilneubau des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums am Montag ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der Schule getan.
Zu den Gästen gehörten Staatssekretärin Jenny Groß in Vertretung für Ministerin Dr. Ute Eiling-Hütig, Julia Özdemir von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Schulleiterin Janina Wolf und der Stellvertretende Schulleiter Fabian Zorn, die Schülervertretung des Gymnasiums, die Mitglieder des Kreistages und die Kreisbeigeordneten sowie die Mitarbeiter des Zentralen Grundstücks- und Gebäudemanagements und des Architekturbüros Zaeske.
Landrat Jörg Denninghoff begrüßte die Gäste und bezeichnete das Vorhaben als sichtbares Zeichen dafür, dass der Rhein-Lahn-Kreis in die Zukunft junger Menschen und der Region investiere.
Der Kreis ist Träger des Gymnasiums und Bauherr des Projekts. „Ein Schulgebäude ist kein Selbstzweck. Es ist ein Ort, an dem junge Menschen lernen, sich entwickeln und ihre Zukunft gestalten“, sagte Denninghoff. Mit dem Neubau solle eine moderne Lernumgebung entstehen, die den Anforderungen zeitgemäßer Pädagogik gerecht werde und Schülerinnen, Schülern sowie Lehrkräften neue Möglichkeiten eröffne.
Die Bauarbeiten folgen auf erhebliche Sicherheitsprobleme im Altbau. Bei einer Überprüfung des Brandschutzes waren Mängel an den in den 1960er-Jahren errichteten Betondecken festgestellt worden. Die Sicherheit der Schulgemeinschaft habe daher Vorrang gehabt, betonte der Landrat. 2023 wurde der Altbau abgerissen, 2024 folgte die Planung des Neubaus.
Die Umsetzung ist anspruchsvoll: Gebaut wird im dicht bebauten historischen Stadtkern, in einem Hochwasserschutzgebiet und im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal. Zugleich müssen unter anderem Anforderungen an Denkmalschutz, Brandschutz und Energieeffizienz mit den Bedürfnissen eines modernen Schulbetriebs vereinbart werden. Der Unterricht muss während der Bauarbeiten weitergehen.
Die reinen Baukosten sind mit 18,7 Millionen Euro veranschlagt. Einschließlich Baunebenkosten und eines Ansatzes für Unvorhergesehenes rechnet der Rhein-Lahn-Kreis mit Gesamtkosten von 25,6 Millionen Euro.
Denninghoff dankte den beteiligten Fachleuten, Unternehmen und Büros sowie der Schulgemeinschaft für ihre Arbeit und Zusammenarbeit. Mit einem Augenzwinkern erinnerte er an die frühere schuleigene Kegelbahn des Instituts Hofmann: Diese werde im Neubau zwar nicht wieder eingerichtet. Dafür entstehe eine attraktive Lernumgebung, in der Schülerinnen und Schüler gerne lernen und Lehrkräfte gerne unterrichten. Der Landrat wünschte dem Bauvorhaben einen guten und unfallfreien Verlauf.
Auch Schulleiterin Janina Wolf lobte das gute Miteinander aller Akteure. Sie hob den Rhein-Lahn-Kreis als einen starken Partner hervor, der durch die modularen Container schnell zur Wiederaufnahme des regulären Unterrichts beitrug. Nun sei die Vorfreude auf das neue Gebäude groß, dies sei vor allem der Verdienst der Zaeske Architekten, die immer wieder für neue Ideen und Anregungen offen waren. Zur Feier des Tages hatte sie eine Zeitkapsel mitgebracht, die im Neubau mit einbetoniert werden soll. Das Logo der Schule, verschiedene Fotos, jeweils eine Mathe und eine Englisch-Hausaufgabenüberprüfung, ein Zeitungsartikel über den Neubau, ein Infoheft für die neuen Fünftklässler und ein aktuelle T-Shirt der Schule werden darin Platz finden.
Architekt Luigi Pennella würdigte die Zusammenarbeit von Bauherrschaft, Schule, Behörden, Fachplanern und ausführenden Unternehmen. Die Grundsteinlegung sei ein gemeinsames Bekenntnis, in Bildung und kommende Generationen zu investieren. Der Neubau solle nicht nur den Schulalltag bereichern, sondern jungen Menschen Raum geben, sich zu entwickeln und eigene Zukunftspläne zu verwirklichen.
Der fünfgeschossige Erweiterungsbau des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums schafft dringend benötigte Unterrichts- und Aufenthaltsräume und führt die lange Bildungstradition der Schule in die Zukunft. Die Zaeske Architekten legen Wert darauf, den Neubau sensibel in die bestehende Schulanlage und das UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal einzufügen. Hochwasserschutz, begrünte Dächer, Photovoltaik und Wärmepumpen gehören ebenso zum Konzept wie Barrierefreiheit sowie hoher Schall-, Wärme- und Brandschutz.
Zum Abschluss der Veranstaltung lud der Landrat die Anwesenden auf einen kleinen Imbiss ein.
Foto: Der Grundstein in St. Goarshausen wurde mit zahlreichen Gästen gelegt.
Foto: Kreisverwaltung/ Saskia Daubach-Metz
