Gartenabfälle im kommenden Herbst


Nr. 273 – Rhein-Lahn-Kreis. Im Herbst wird in vielen Gärten gearbeitet: heruntergefallenes Laub wird aufgesammelt, Sträucher werden zurückgeschnitten, der Garten wird winterfest gemacht. Doch wohin mit den Gartenabfällen? Zur Entsorgung der Abfälle stehen zahlreiche Möglichkeiten bereit:

  1. Hauseigene Biotonne
  2. Eigener Kompost
  3. Grünschnittsammelplätze der Gemeinden
  4. Abfallwirtschaftszentrum Singhofen
  5. UKEA Dachsenhausen
  6. Quarzkieswerk Cramberg

 

Zudem ist es noch möglich, die Abholung des Grünschnitts zweimal im Jahr zu beantragen.

 

Gartenabfälle dürfen auf keinen Fall irgendwo in der freien Landschaft abgeladen werden. Die Folgen für den Naturhaushalt können gravierend sein: Pflanzenarten, die im Garten wachsen, sind häufig äußerst konkurrenzstark, breiten sich in der freien Landschaft rasant aus und überwuchern und verdrängen die heimischen und natürlich vorkommenden Arten. Ein Beispiel dafür ist der häufig in Gärten und an Grundstücksgrenzen gepflanzte Kirschlorbeer. Dieser kann sich insbesondere in Wäldern stark ausbreiten. Neben der Verdrängung heimischer Arten wird zudem der Boden saurer und trockener, was langfristige Wirkungen für das Ökosystem zur Folge hat.

 

Dieser besiedelt mittlerweile zahlreiche trockene Standorte wie Schotterflächen an Bahngleisen, brachliegende Flächen oder andere offene Bodenflächen. Neben der korrekten Entsorgung sollte man bereits bei der Neuanpflanzung in Gärten darauf achten, keine ausbreitungsstarken Pflanzen zu wählen, die einen negativen Einfluss auf den heimischen Naturhaushalt haben können.

 

Als Alternative zu Kirschlorbeer empfiehlt die untere Naturschutzbehörde Hainbuche, Rotbuche, Feldahorn, Schlehe, Kornelkirsche, Heckenrose oder Eberesche. Statt des Schmetterlingsstrauchs bieten sich beispielsweise Schwarzer Holunder, Gemeiner Schneeball  

oder Pfaffenhütchen an.

 

Fragen zur Abfallentsorgung beantwortet der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Rhein-Lahn-Kreises. Fragen zu geeigneten und ungeeigneten Pflanzen beantwortet die Untere Naturschutzbehörde. Weitere Infos unter: www.rhein-lahn-kreis.de.