Nr. 157 – Rhein-Lahn-Kreis. Im Auftrag der kommunalen Aufgabenträger hat das Land Rheinland-Pfalz ein digitales und landeseinheitliches Alarmierungsnetz errichtet. Dieses Netz wurde im Dezember 2025 an die Landkreise als Eigentümer übergeben. Um die Funktionalität und Ausleuchtung des Netzes vor der Übergabe zu testen, wurde seit Frühjahr 2025 ein Probebetrieb, parallel zur analogen Alarmierung, durchgeführt, der Anfang 2026 erfolgreich abgeschlossen und in den Wirkbetrieb überführt wurde.
Das digitale Netz, über das die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz alarmiert werden, umfasst landesweit rund 700 Standorte mit digitalen Alarmumsetzern und weiterer Alarmierungstechnik in den derzeit sieben rheinland-pfälzischen Integrierten Leitstellen. Für die Einsatzkräfte wurden etwa 64 000 digitale Funkmeldeempfänger beschafft. Die Betriebskoordination des digitalen Alarmierungsnetzes obliegt dem Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz Rheinland-Pfalz.
Jede Einsatzkraft im Rhein-Lahn-Kreis ist ab jetzt mit einem digitalen Meldeempfänger ausgerüstet und kann so schnell und präzise alarmiert und informiert werden. Einsatzinformationen können gezielter übermittelt werden und die Reaktionszeiten weiter verkürzt werden. Zudem können auch Einsatzkräfte, die sich außerhalb der Hörweite der Sirene befinden, alarmiert werden.
Die bisher in den meisten Kommunen zur Feuerwehr-Alarmierung eingesetzten Sirenen werden durch den Rhein-Lahn-Kreis in Zusammenarbeit mit den Kommunen sukzessive umgebaut bzw. um neue Standorte ergänzt und dienen dann nur noch zur Warnung der Bevölkerung bei unmittelbarer Gefahr.
Dadurch entfällt auch die monatliche Überprüfung der Sirenen in den Kommunen. Der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Rhein-Lahn-Kreises, Guido Erler, betont: „Die Bevölkerung muss wissen: Wenn die Sirenen ertönen, besteht eine akute Gefahr. Dann ist es wichtig auf Durchsagen zu achten und das Radio einzuschalten.“ Neben dem Signal „Warnung der Bevölkerung“ kann durch die neuen Sirenen auch Entwarnung gegeben werden. Überprüft werden die Sirenensysteme an den im Vorfeld angekündigten jährlichen Warntagen des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz.“
