Rhein-Lahn-Abfallwirtschaft nahm an Umwelt-Studie teil


Nr. 020 – Rhein-Lahn-Kreis. Deponien und Altablagerungen stellen weltweit Quellen von Methanemissionen dar. Das gilt vor allem für die zahlreichen Ablagerungen von unbehandelten Abfällen außerhalb Deutschlands. Hierzulande ist man glücklicherweise bereits weiter, da Haushaltsabfälle seit 2005 nicht mehr unbehandelt abgelagert werden dürfen. Das in den Deponien noch entstehende Deponiegas wird in der Regel abgesaugt und Energie daraus gewonnen. Mit zunehmender Zeit nimmt die Konzentration des Deponiegases jedoch ab, was dazu führt, dass es nicht mehr verwertet werden kann. Um Deponiegasemissionen in die Atmosphäre zu vermeiden, bleibt dann nur noch eine aufwendige Verbrennung unter zusätzlicher Verwendung von fossilem Brennstoff, was zur globalen Erwärmung beiträgt. Dem entgegen zu wirken war vor einiger Zeit der Ansatz einiger Wissenschaftler bei der Konzeption eines Forschungsvorhabens. Und so nahm die Rhein-Lahn-Kreis Abfallwirtschaft, so Landrat Frank Puchtler, als Praxispartner am langzeitigen Verbundforschungsvorhaben „MiMethox“ der Technischen Universität Darmstadt und der Universität Hamburg teil und stellte technisches Know-how sowie großmaßstäbige Versuchsflächen zur Verfügung. Ziel von „MiMethox“ ist es, ein Instrument zur nachhaltigen Verringerung von Methanemissionen aus Deponien zu entwickeln und damit einen Beitrag zum nationalen Klimaschutzprogramm zu leisten. In der Natur vorkommende Methanabbauende Bakterien können auf Deponien als ein biologischer Flächenfilter wirken und den Ausstoß von Methan und störenden Geruchsstoffen potenziell vermindern. Auf so genannten Testfeldern der Deponie in Singhofen wurde die Wirksamkeit verschiedener Systeme über einen längeren Zeitraum wissenschaftlich überwacht. Die auftretenden Methanrestemissionen des Testfeldes konnten zum größten Teil oxidiert werden und somit eine Emissionsreduktion erreicht werden.

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