Senioren unterstützen Präventionsarbeit der Polizei


Nr. 131 / Rhein-Lahn-Kreis.  „Die Polizei ruft nie mit der 110 an! Telefonbetrüger sind schlau! Mit vereinten Kräften und Ihrer ehrenamtlichen Hilfe können wir schlauer sein!“ Mit diesen Worten überbrachten Gabi Theis, Ralf Thomas und Wolfgang Krechel vom Beratungszentrum des Polizeipräsidiums in Koblenz den Dank der Präsidiumsleitung an die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen des Rhein-Lahn-Kreises, des Westerwaldkreises und des Kreises Altenkirchen.

Ralf Thomas berichtete, dass mehr als 600 Strafanzeigen in den vergangenen Monaten eingegangen seien. Erfreulich ist, so Thomas, dass es dank umfangreicher Aufklärung inzwischen meistens beim Betrugsversuch bleibt. Dennoch liegen die Schadenssummen im fünf- bis sechsstelligen Bereich. Primär werden ältere Menschen Ofer der Betrüger, so Thomas weiter. Aus Scham melden sich nicht alle Betrogenen bei der Polizei, die Dunkelziffer liege deutlich höher.

Bereits zum vierten Mal fand das kreisübergreifende Jahrestreffen in der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises statt. Organsiert hatten das Treffen Uschi Rustler vom Seniorenbüro „Die Brücke“ in Bad Ems, Andrea Rohrbach vom Seniorenbüro der Kreisverwaltung Altenkirchen und Monika Meinhardt von der Seniorenleitstelle des Westerwaldkreises. Sie sind die drei kommunalen Ansprechpartnerinnen für die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen der drei Kreise.

Insgesamt 34 Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen waren der Einladung gefolgt, um sich auf den neuesten Stand der perfiden Tricks von Betrügern zu bringen. Doch auch andere Themen standen auf dem Programm, darunter ein Vortrag von Wolfgang Tyttlik vom Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz zum Thema „Präventiver Brandschutz“.

Sicherheit im Alter zu fördern  ist das Anliegen der ehrenamtlich Tätigen. Alle Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen werden für ihr Ehrenamt von der Polizei in Koblenz geschult. Sie engagieren sich durch unentgeltliche Vorträge in Seniorengruppen oder Verbandsgemeinden oder bieten Einzelberatungen zu unterschiedlichen Themen wie z.B. dem „Enkeltrick“ an. Mit ihrer Beratungstätigkeit wollen sie die Präventionsarbeit der Polizei unterstützen. Die Vermittlung der Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen erfolgt über das Seniorenbüro „Die Brücke, Uschi Rustler, Tel. 02603/972-336, uschi.rustler@rhein-lahn.rlp.de.

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Die ehrenamtlich tätigen Seniorensicherheitsberater und -beraterinnen des Rhein-Lahn-Kreises, des Westerwaldkreises und des Kreises Altenkirchen trafen sich zur Fortbildung in der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in Montabaur.
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