Jobcenter Rhein-Lahn sieht sich auf einem guten Weg


Nr. 138 / Rhein-Lahn-Kreis. Arbeitslose Menschen und ihre Familien intensiv begleiten, ihren Lebensunterhalt sichern und sie in Beschäftigung bringen: Das sind die Kernaufgaben des Jobcenters Rhein-Lahn. Dass sie erfolgreich gelöst werden, liegt nicht zuletzt am konstruktiven Miteinander. Die gemeinsame Einrichtung wird getragen von der Agentur für Arbeit Montabaur und dem Rhein-Lahn-Kreis. Jetzt konnten Agenturchef Elmar Wagner, Landrat Frank Puchtler und die Jobcenter-Geschäftsführer Jochen Geißel und Sonja Wörsdörfer eine positive Bilanz ziehen. 

Anlass dazu bot ein Besuch der neuen Geschäftsstelle am Rheinufer in Lahnstein (Goethestraße 20). „Wie zuvor im alten Bahnhof Niederlahnstein sind Arbeitsagentur und Jobcenter an einer Adresse zu finden“, sagt Elmar Wagner. „Schon damit setzen wir ein Zeichen der guten Kooperation im Sinne unserer Kunden. Eine der größten Herausforderungen ist es, Langzeitarbeitslosigkeit zu beenden oder – besser noch – sie zu verhindern. Dies gelingt dem Jobcenter Rhein-Lahn dankengagierter Arbeit erfreulich gut.“ 

Zur Klientel der Agentur gehören diejenigen, die in der Regel für ein Jahr Arbeitslosengeld I als Leistung der Versicherung beziehen, in die sie zuvor eingezahlt haben. Das Jobcenter betreut die Personen in den so genannten Bedarfsgemeinschaften, die von der steuerfinanzierten Grundsicherung (Hartz IV) leben.    

Landrat Frank Puchtler hebt die Bedeutung der Standorte „vor Ort“ hervor. Puchtler: „Die vier Standorte – neben Lahnstein auch Diez, Bad Ems und Nastätten – sind in einem Flächenkreis wie dem Rhein-Lahn-Kreis wichtig für die Betreuung der von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen.

Hilfebedürftigkeit verringern, die Chancen auf Integration im Erwerbsleben erhöhen und vermeiden, dass Menschen dauerhaft auf Grundsicherung angewiesen sind: So beschreiben Jochen Geißel und Sonja Wörsdörfer die Ziele des Jobcenters und somit ihr Tagesgeschäft. Das ist ein oft mühsamer Weg, der über intensive Begleitung und individuelle Förderung führt. Denn viele haben mit Handicaps zu kämpfen, angefangen bei mangelnder Qualifikation über gesundheitliche Beeinträchtigungen bis hin zu schwierigen persönlichen Lebenssituationen.

Die Bedingungen am Arbeitsmarkt sind so gut wie lange nicht mehr; der Rhein-Lahn-Kreis hatte im Jahresdurchschnitt 2017 eine Arbeitslosenquote von 3,5 Prozent und es waren 850 offene Stellen gemeldet. Aber: Gebraucht werden Fachkräfte oder zumindest Mitarbeiter mit einem Basiswissen.

Das Jobcenter Rhein-Lahn sieht sich auf einem guten Weg. Die Zahl der Arbeitslosen in der Grundsicherung lag vergangenes Jahr bei durchschnittlich 1.240; das ist ein Rückgang um 13 Prozent gegenüber 2016. Die Langzeitarbeitslosigkeit ging sogar um 16,5 Prozent zurück. Und alle Eckwerte sind deutlich besser als die des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz.

Das Jobcenter Rhein-Lahn in Zahlen

Das Jobcenter Rhein-Lahn hat 90 Mitarbeiter und Standorte in vier Städten (Lahnstein, Bad Ems, Nastätten und Diez).

Dies alles geschieht im Laufe eines Monats:

Es fließen:

•           1,25 Mio. € Leistungen für den Lebensunterhalt

•           935.000 € für Unterkunftskosten

•           450.000 € für Sozialversicherung

•           156.000 € für Förderung

Zugleich gibt es:

•           420 Anträge auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV)

•           6.200 Posteingänge

•           2.200 eingehende Telefonate

•           3.500 Kundenanfragen ohne Termin

•           1.500 terminierte Beratungsgespräche

•           120 Integrationen in Arbeit oder Ausbildung


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Das Bild zeigt (von links) Landrat Frank Puchtler, Joachim Klein (Leiter der Abteilung Soziales in der Kreisverwaltung des Rhein-Lahn-Kreises), Jochen Geißel (Geschäftsführer Jobcenter Rhein-Lahn), Elmar Wagner (Chef der Agentur für Arbeit Montabaur), Caroline Eberhard (Leiterin der Lahnsteiner Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit) und Sonja Wörsdörfer (stellvertretende Geschäftsführerin Jobcenter Rhein-Lahn).
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