Nr. 64 – Rhein-Lahn-Kreis. Die Untere Naturschutzbehörde informiert darüber, dass zum Schutz der heimischen Amphibien ab sofort wieder Schutzmaßnahmen entlang der K 34 in Cramberg in Kraft treten.
Um die jährliche Amphibienwanderung zu sichern, ist die K 34 ab sofort bis 15. Mai jeweils in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr für den gesamten Durchgangsverkehr gesperrt.
Mit den steigenden Nachttemperaturen und der feuchten Witterung beginnen tausende Amphibien ihre Wanderung zu den Laichgewässern.
Im Bereich der K 34 auf Höhe des Cramberger Quarz-Kieswerkes befindet sich ein ökologisch wertvoller Rückzugsort. Dieser beheimatet unter anderem noch mehrere tausende Individuen des strengen geschützten Kammmolches. Der Verkehr auf der K 34 stellt bei der nächtlichen Wanderung der Tiere eine tödliche Barriere da. Aufgrund der langsamen Fortbewegung wird die Fahrbahn für Amphibien zur tödlichen Falle. Dabei ist nicht nur das direkte Überfahren eine Gefahr, sondern auch der Druckstoß vorbeifahrender Autos führt bei den Tieren zu schweren inneren Verletzungen. Bereits wenige Fahrzeuge pro Stunde können ausreichen, um eine ganze lokale Population auszulöschen.
Die nächtliche Sperrung stellt die effektivste Methode dar, um das Überleben dieser Tiere zu sichern.
Daher bittet die Untere Naturschutzbehörde alle Bürger*innen sowie die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese Maßnahme und um die Nutzung der ausgeschilderten Umleitung. Durch Ihre Rücksichtnahme leisten Sie einen direkten Beitrag zum Erhalt des nur noch selten vorkommenden Kammmolches.
