Für den Artenschutz: Mähroboter nachts pausieren lassen


Nr. 88 - Rhein-Lahn-Kreis. Die Untere Naturschutzbehörde informiert. Da das Mähen des Rasens im eigenen Hausgarten für viele eine eher lästige Beschäftigung ist, werden in immer mehr Gärten Mähroboter eingesetzt, die für einen stets frisch geschnittenen Rasen sorgen. Bei ihren häufigen Fahrten, die oft auch in der Nacht stattfinden, werden die Mähroboter eine Gefahr für futtersuchende Wildtiere wie beispielsweise Igel, die die Gefahr zu spät bemerken, nicht flüchten können und daher verletzt werden.

Auch Amphibien wie beispielsweise die Erdkröte können während ihren Wanderungszeiten den Mährobotern zum Opfer fallen. Dabei kommt es dann zu Verletzungen wie abgetrennten Gliedmaßen, Schnittwunden, aufgeschlitzten Organen oder gar zum Tod der Tiere. Eine Studie aus Dänemark zeigte, dass Mähroboter die bei drohender Gefahr zusammengerollten Igel nicht als Gefahr erkennen und diese daher häufig einfach mit ihren rotierenden Messern überfahren.

Das Problem des Artenschutzes lässt sich durch den Verzicht auf nächtliche Fahrten des Mähroboters verringern. Dennoch sollte bei dem Einsatz von Mährobotern beachtet werden, dass der häufige Schnitt (oft in Zusammenhang mit zusätzlicher Düngung) zu einer Verschiebung der Vegetation auf dem Rasen führt. Es gewinnen die dominanten Gräser, die die für Insekten wichtigen Blühpflanzen verdrängen. Somit fällt die Nahrungsgrundlage für Insekten und weitere Lebewesen weg.

Daher sollte im Sinne des Naturschutzes über einen Verzicht auf nächtliche Fahrten und eine Reduzierung der Schnitthäufigkeiten nachgedacht werden.