Fieberambulanz in Gemmerich läuft an


Nr. 093 – 16. März 2020 / Rhein-Lahn-Kreis - Fieberambulanz

 Die Fieberambulanz in Gemmerich hat am Montagmittag ihre Arbeit aufgenommen, so Landrat Frank Puchtler, der sich persönlich vor Ort ein Bild machte. Die Nachfrage war gleich am ersten Tag erwartungsgemäß hoch, bis 15 Uhr waren es bereits 70 Tests, die durchgeführt wurden, wobei jeder einzelne Test zwei bis drei Minuten dauert.

 Die Fieberambulanz  befindet sich auf dem Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots in Gemmerich (Am Depot 1). Damit können sich die Bürger an drei Stellen im Kreisgebiet schnell und unkompliziert testen lassen, ob sie mit dem Corona-Virus infiziert sind: die Praxis Dr. Martin von Bergh im Diezer Parkhaus Werkes  (Im Werkes  1, 65582 Diez), die Praxis Dr. Simons in Bad Ems (Bahnhofplatz 2, 56130 Bad Ems) und die vom Gesundheitsamt des Kreises betriebene Einrichtung in Gemmerich. Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr, freitags von 10 bis 14 Uhr.

 Personen, die in den vergangenen 14 Tagen mit einem bestätigt, infiziertem Coronapatienten direkten Kontakt hatten und eindeutige Symptome aufweisen,  dazu gehören Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost, müssen nicht nochmal Kontakt mit dem Gesundheitsamt aufnehmen und können die Fieberambulanzen direkt aufsuchen.

 Personen, die Symptome aufweisen, aber nicht sicher sind, ob sie Kontakt zu Infizierten hatten, sollten sich telefonisch beim Gesundheitsamt melden. Dazu ist eine Corona-Hotline 02603/972-555 erreichbar. Darüber hinaus können Bürger ihre Fragen auch per E-Mail infektionsschutz@rhein-lahn.rlp.de stellen. Das Gesundheitsamt entscheidet dann, ob ein Besuch in einer der Fieberambulanzen notwendig ist.

 

Aktuelle Fälle

 Mittlerweile ist die Zahl der bestätigten Fälle auf 9 gestiegen. Alle neun Personen, die aus den Verbandsgemeinden Diez, Loreley, Aar-Einrich, Nastätten und der Stadt Lahnstein stammen, sind isoliert. Die Kontaktermittlungen der Infizierten laufen. Die Ansteckungen erfolgten in Heinsberg und beim Urlaub in Italien und Österreich.  Die Zahl der begründeten Verdachtsfälle erhöht sich ständig exponentiell, so das Gesundheitsamt.


Mitarbeiter der Kreisverwaltung nehmen vor dem Test die Daten der Personen auf.