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Ausgezeichnet: Landrat
Günter Kern überreichte dem Lahnsteiner Fassenachter Karl Krämer die „Rhein-Lahn-Kapp“
für seine Verdienste um das heimische Karnevalsbrauchtum.
Die närrischen
Tollitäten aus neun Städten und Gemeinden verwandelten die Bühne im Bad
Emser Kurhaus beim Kreisnarrentreffen in ein buntes Farbenmeer. |
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Kreisnarrentreffen: Rhein-Lahn-Kapp
für Karl Krämer
Nr. 021 – 02. Februar 2012 / Rhein-Lahn-Kreis. Der Lahnsteiner
Karnevalist Karl Krämer ist der zehnte Träger der „Rhein-Lahn-Kapp“. Der
völlig überraschte „Lohnschdener Jung“ erhielt die begehrte Auszeichnung
aus den Händen von Landrat Günter Kern beim Kreisnarrentreffen in Bad
Ems. Der Beifallssturm der rund 400 Karnevalisten aus dem ganzen
Rhein-Lahn-Kreis zeigte, dass die Jury auch in diesem Jahr wieder eine
hervorragende Wahl getroffen hatte.
Landrat Günter Kern würdigte ausführlich die Verdienste des neuen
Rhein-Lahn-Kapp-Trägers, der in diesem Jahr sein 25. Bühnenjubiläum
feiern kann. „Krämersch Karl“ ist – obwohl noch nicht 50 Jahre alt –
bereits jetzt eine lebende Legende nicht nur in seiner Heimatstadt
Lahnstein. Die Lahnsteiner – aber nicht nur die – lieben „ihren Karl“,
denn er ist nicht nur seit genau 25 Jahren einer der Höhepunkte einer
jeden Trockensitzung des Carneval Comités Oberlahnstein (CCO), sondern
auch auf vielen Bühnen im Rhein-Lahn-Kreis zu Gast. Bei den Sitzungen in
Dahlheim, Osterspai, Filsen, Nievern, Bad Ems, aber auch außerhalb des
Kreises, zum Beispiel in Koblenz oder im Hessenfernsehen, ist Karl
Krämer ein umjubelter Fastnachts-Star. Er singt, er macht seine Späße,
er unterhält, er schauspielert – heute auch schon lange nicht mehr nur
an Fassenacht, sondern auch das ganze Jahr über als Volksschauspieler
der städtischen Bühne Lahnstein im Sporkenburger Hof und bei den
Burgspielen auf Lahneck. Man nennt ihn auch gerne den Millowitsch von
Lahnstein. Die Schauspiele-rei hat er sich als Naturtalent selbst
beigebracht.
Er begann seine närrische Karriere als 22-Jähriger mit ein paar Freunden
auf der CCO-Bühne. Sie boten als „Die Plätschkappe“ Stimmungslieder dar.
Karl ging in den CCO-Elferrat und trat dann viele Jahre lang mit seinem
Freund, dem heutigen CCO-Elferratspräsidenten Markus Krapf, als Duo auf.
Die Zwei waren und sind unnachahmlich. Aber als Markus, „das singende
Fischstäbchen“, dann Elferrats- und Sitzungspräsident wurde, schlug Karl
den Weg des Solokünstlers ein und ist so seit vielen Jahren als „Lohnschdener
Jung“ ein Beg-riff. Sein Markenzeichen ist die Fleischworscht, die schon
immer, neben Schnitzeln aus dem Lahnsteiner Winzerhaus und dem
Lahnsteiner Bier, sein Hauptnahrungsmittel war. Auch als „Prinz Karl II.
vom Ibbelebooche zum Fürstenpils-Quell“ im Jahre 1998 machte Karl eine
hervorragende Figur und ließ Lahnstein 32 Tage lang zum Tollhaus werden.
Landrat Kern wörtlich: „Lieber Karl, das ist heute Dein Abend! Ich finde
es wichtig, dass Du bei all den Ehren Deinem Publikum in Deiner
geliebten Heimatstadt Lahnstein, aber auch allen Närrinnen und Narren in
den anderen Gemeinden, in denen Du mit zur Fassenacht gehörst, treu
bleibst. Deine Fernsehkarriere erfüllt alle deine Fans mit Stolz. Aber
wir kennen aus dem Fußball den berühmtem Spruch von Otto Rehagel, der da
lautet: ,Wichtig ist aufm Platz!´ Und Dein Platz, lieber Karl, das ist
und bleibt die Bühne!“
Dass er auf der Bühne zu Hause ist und dort das närrische Publikum
begeistern kann, bewies der frisch gekürte Kappen-Träger dann noch im
späteren Verlauf des Kreisnarrentreffens mit einem fulminanten
Soloauftritt. Zuvor sorgten zahlreiche karnevalistische Gruppen aus dem
ganzen Kreisgebiet für närrische Stimmung im Theatersaal des Emser
Kurhauses. Humorvoll moderiert von Frank Ackermann und Manfred
Radermacher erklommen das Solomariechen der Showtanzgruppe „Hot Cocolate“
aus Bad Ems, die elfjährige Laura Meißner, die Junioren des TSC
Schwarz-Weiß Winden mit ihrem Showtanz „Blues Brothers“, die
Feuerwehrkapelle Dahlheim und Wolfgang Strobel vom Nastätter Carnevals
Club als „Mann für alle Fälle“ die Bühne und rissen die Zuschauer und
Zuhörer mit. Tanz bildete natürlich einer der Schwerpunkte des
Narrentreffens: So zeigten auch die Tanzgarde Grün-Blau Holzheim, das
Showtanzballett des CCO Lahnstein mit ihrem Tanz „Blockbuster“, die
Showtanzgruppe New Generation of Dufty Movies der EKG Bad Ems mit dem
Showtanz „Hercules“ und zum Schluss auch das Männerballett „Crazy Dudes“
des KC Kamp-Bornhofen mit „Samba-Wamba – Bingo-Bongo aus dem Kongo“
herausragende und umjubelte Darbietungen. Für einen besonderen Höhepunkt
in Sachen Gesang und Humor sorgten die „Singenden Feuerwehrmänner“ aus
Weisel, während das Treffen der Tollitäten samt Gefolge aus neun (!)
Städten und Gemeinden im Rhein-Lahn-Kreis (Lahnstein, Bad Ems, Fachbach,
Osterspai, Kamp-Bornhofen, Kestert, Holzappel, Nastätten und Diez) die
Bühne in ein buntes Meer an Farben, Kostümen und Uniformen verwandelte.
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