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Inmitten der alten Römer: Schon jetzt konnten Ortsbürgermeister Wolfgang Crecelius (rechts), Landrat Günter Kern (dritter von rechts) und Verbandsgemeindebürgermeister Udo Rau (vierter von rechts) im Rohbau des Limeskastells Pohl in die Welt der Römer eintauchen.

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Inmitten der alten Römer: Schon jetzt konnten Ortsbürgermeister Wolfgang Crecelius (rechts), Landrat Günter Kern (dritter von rechts) und Verbandsgemeindebürgermeister Udo Rau (vierter von rechts) im Rohbau des Limeskastells Pohl in die Welt der Römer eintauchen.

 
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Kastellbaustelle lockte zahlreiche Besucher

Nr. 239 – 1. September 2010 / Rhein-Lahn-Kreis.
Zahlreiche Besucher nahmen jetzt die Gelegenheit wahr, das neu errichtete Limeskastell in Pohl bei einem von der Gemeinde Pohl ausgerichteten Baustellenfest in Augenschein zu nehmen. Auch Landrat Günter Kern war unter den Gästen – und wie diese war er hellauf begeistert von dem, was bisher am Pohler Ortsrand geleistet worden ist.

Unweit der Stelle, an der tatsächlich einst ein Römerkastell stand, ersteht derzeit in Pohl eines der interessantesten und beeindruckendsten Limesbauwerke – einzigartig in ganz Deutschland. Maßgeblich finanziert vom Land Rheinland-Pfalz, aber auch mit Unterstützung der Verbands- und Ortsgemeinde und sowie der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Rhein-Lahn-Kreises wird hier unter strengen denkmalpflegerischen Vorgaben ein römisches Kleinkastell errichtet – so wie es einst am Limes eine Vielzahl gab. Mittlerweile wurde eine mehrere Meter hohe Wallanlage errichtet, innerhalb der das U-förmige Gebäude bereits im Rohbau steht. Die Gebäude sind derzeit noch eingerüstet, da in Kürze mit der Dacheindeckung begonnen werden soll. Auch der Außenanstrich, der Innenausbau und – nicht zu vergessen – der Turm fehlen noch, doch Ortsbürgermeister Wolfgang Crecelius ist guter Dinge, dass alle Arbeiten – darunter auch Eigenleistungen seiner Gemeinde – bis zur geplanten Eröffnung im Frühjahr 2011 fertig werden. Crecelius steckt voller Ideen und Pläne, wie das Ensemble, das in Trägerschaft der Gemeinde verbleibt, anschließend mit Leben gefüllt werden kann. Neben einem kleinen Museum, Ausstellungen oder Römertagen sind beispielsweise auch Konzerte oder Kleinkunstveranstaltungen mit bis zu 200 Besuchern im Kastell denkbar.

Hunderte von Besuchen konnte Crecelius an diesem Tag begrüßen, viele davon Wanderer und Touristen – was zeigt, wie groß die Anziehungskraft des Limeskastells künftig sein wird. Für Landrat Günter Kern ist das Kastell ein „Leuchtturmprojekt“. „Hier wird das Leben der römischen Soldaten am Limes auf authentische Weise nachvollziehbar! Das Limeskastell Pohl wird einer der Höhepunkte eines jeden Besuchs am Limes werden“, so Kern. Der Landrat freut sich schon jetzt auf die Fertigstellung und Eröffnung des Kastells im Frühjahr 2011 – gerade mal fünf Jahre, nachdem der „Obergermanisch-rätische Limes“ von der Unesco zum Welterbe ernannt wurde.

Einen anschaulichen Einblick in die Welt der Römer gaben die Mitglieder der Gruppe Flavii aus Nordrhein-Westfalen, die seit langem schon gern gesehene Gäste am Limes im Rhein-Lahn-Kreis sind. In historischen Kostümen bevölkerten sie das Kastell – sowohl als Soldaten, aber auch als Zivilisten (Männer, Frauen und Kinder), die – so wussten sie zu berichten – in römischer Zeit nur in Ausnahmefällen Zutritt zu einer militärischen Einrichtung wie das Pohler Kastell hatten. Aber das wird sich ja ab dem Frühjahr 2011 ändern!




 

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