Büro für interkulturelle Angelegenheiten

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Der Beauftragte für Migration und Integration 

Diese Stelle ist seit dem 01. Januar 2007 bei der Zentralabteilung eingerichtet.  
Die Schwerpunkte der Tätigkeit des Stelleninhabers sehen wie folgt aus:
 

  • Allgemeine Lebens- und Konfliktberatung ausländischer BürgerInnen mit Aufenthaltstitel
  • Beratung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Form von Allgemeiner Lebens- und Konfliktberatung, Beratung zur Aufenthaltsverfestigung sowie Förderung der freiwilligen Ausreise
  • Allgemeine Lebens- und Konfliktberatung für Spätaussiedler
  • Kooperation und Abstimmung mit der Ausländerbeauftragten der Stadt Lahnstein und dem Ausländerbeauftragten der VG Diez
  • Aktionsbündnis: Koordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus im Rhein-Lahn-Kreis
  • Gremienarbeit

 
Im Einzelnen stellt sich dies wie folgt dar:
 
Insbesondere in der Einzelfallhilfe arbeitet der Beauftragte für Migration und Integration mit der Ausländerbeauftragen der Stadt Lahnstein und dem Ausländerbeauftragten der Verbandsgemeinde Diez zusammen. Weitere Themenschwerpunkte sind regelmäßig die sozialpolitische Situation der Menschen ausländischer Herkunft im Kreisgebiet insgesamt und die Zusammenarbeit mit dem Ausländerbeirat des Rhein-Lahn-Kreises.
 
Der Stelleninhaber ist weiterhin zuständig für die Durchführung von freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern und Flüchtlingen zur Vermeidung von Abschiebungen in Absprache mit der Ausländerbehörde.
 
Seit nunmehr ca. 20 Jahren werden dem Beauftragten für Migration und Integration durch die Ausländerbehörde ausreisepflichtige Flüchtlinge mit der Bitte gemeldet, diese zur freiwilligen Ausreise zu motivieren.
 
Der Vorteil für die Flüchtlinge ist bei dieser Verfahrensweise u. a., dass sie keinen Kontakt zur Polizei haben, es keinen negativen Vermerk in die Ausreisedokumente gibt, sie rechtzeitig über den genauen Zeitpunkt der Ausreise informiert werden, sie den Zielflughafen bestimmen können, und dass sie mit ihrem gesamten Gepäck zum Flughafen begleitet werden. 
 
Ergebnis dieses Verfahrens ist, dass auf der einen Seite die Ausreisepflicht erfüllt wird, und auf der anderen Seite erhebliche Kosten eingespart werden.
 
Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auch auf die Tatsache, dass seitens der Ausländerbehörde im Hause grundsätzlich kein Interesse an einer Abschiebung besteht. Somit gibt es zwangsweise Rückführungen von Flüchtlingen aus dem Rhein-Lahn-Kreis nur in absoluten Ausnahmefällen.
 
Der Stelleninhaber ist auch Inhaber der Koordinierungsstelle: Aktionsbündnis gegen Rechtextremismus und Rassismus im Rhein-Lahn-Kreis. Primäres Ziel dieser Einrichtung ist es, rechtsextremer Gewalt entgegenzuwirken bzw. Rechtextremismus und Rassismus im Rhein-Lahn-Kreis erst gar nicht aufkommen zu lassen.
 
Des Weiteren sollen Aktivitäten im o. a. Sinne durchgeführt, unterstützt und vorhandene Aktivitäten auf Kreisebene gebündelt werden.
 
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Gremienarbeit. So ist der Beauftragte für Migration und Integration u. a. Mitglied
 
im Initiativkreis für Flüchtlinge und Asylsuchende Rhein-Lahn,
im Netzwerk Miteinander - Für interkulturelles Leben im Rhein-Lahn-Kreis,
bei den ständigen Konferenzen der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration mit kommunalen und kirchlichen Ausländerbeauftragten,
im Sprecherkreis des Initiativausschusses für Migrationspolitik in Rheinland-Pfalz,
im Landesbeirat für Migration und Integration Rheinland-Pfalz
in der Koordinierungsgruppe des Arbeitskreises Asyl Rheinland-Pfalz. 
 
Der Beauftragte für Migration und Integration ist direkt dem Landrat und bei Abwesenheit der Büroleiterin unterstellt. 
Er handelt und unterzeichnet nicht „Im Auftrag“ (des Landrates) und ist somit eine eigenständige Institution. Nach Absprache mit dem Landrat berichtet er dem Kreistag, dem Kreisausschuss sowie dem Jugendhilfeausschuss über seine Tätigkeit.
 
Die Schwerpunkte der Beratungsarbeit für Spätaussiedler umfasst insbesondere die Bereiche

  • Arbeitslosigkeit
  • Bezug von Grundsicherung gemäß SGB XII
  • Bezug von Leistungen gemäß SGB II über die Arbeitsgemeinschaft (ARGE)
  • Rückkehr in das Heimatland
  • Alkoholmissbrauch in Verbindung mit Gewalt in der Ehe