Bauantrag und Baugenehmigung

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Bauantrag/Baugenehmigung

Ein Bauantrag ist schriftlich bei der örtlichen Stadtverwaltung oder Gemeindeverwaltung einzureichen (§ 63 Abs. 1 LBauO). Bei verbandsangehörigen Gemeinden tritt an die Stelle der Gemeindeverwaltung die Verbandsgemeinde.

Erforderliche Unterlagen für einen Bauantrag

Bitte beachten Sie:
Die nachfolgenden Angaben zur Anzahl der erforderlichen Ausfertigungen gelten für die Einreichung des Bauantrags bei einer Kreisverwaltung, kreisfreien Stadt bzw. großen kreisangehörigen Stadt.

Für die Einreichung bei einer Verbandsgemeinde oder verbandsfreien Gemeinde ist in der Regel bei den Unterlagen nach Tz. 1 bis Tz. 9 jeweils eine Ausfertigung mehr als unten angegeben erforderlich.

  • Bauantragsformular in zweifacher Ausfertigung (3-fach bei gewerbl. Vorhaben oder Beteiligung von Fachbehörden)
    (Antrag siehe unten)
  • 1 amtlicher katasteramtlicher Lageplan im Maßstab 1:1000 plus 1/2 Kopien desselben
  • Berechnung des umbauten Raumes in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Berechnung der Nutz- und Wohnfläche in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Nachweis der Grundflächenzahl (GRZ) in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Nachweis der Geschossflächenzahl (GFZ) in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Nachweis der Vollgeschossigkeit in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Baubeschreibung in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Bauzeichnungen (Grundrisse, Ansichten, Schnitte) in zwei/dreifacher Ausfertigung
  • Abstandsflächennachweis
  • Stellplatznachweis
  • Entwässerungsantrag (Anschluss an das öffentliche Kanalnetz)
  • statistischer Erhebungsbogen

zusätzlich bei Umbau, Ausbau, Erweiterung:

  • Bestandspläne

Bauunterlagen müssen von einem sog. Bauvorlageberechtigten (Architekt oder Bauingenieur) unterschrieben werden.

Für Baugebiete mit Bebauungsplan bedürfen Bauvorhaben keiner Baugenehmigung mehr (sofern nach Bebauungsplan gebaut wird und die Erschließung gesichert ist), sondern die Bauunterlagen werden für ein Freistellungsverfahren nach § 67 LBauO lediglich eingereicht und nicht mehr bauaufsichtlich geprüft. Es wird von der Behörde keine Baugenehmigung erteilt, es handelt sich um genehmigungsfreies Bauen.

Der Bauherr hat keine Wahlmöglichkeit, ob er sein Bauvorhaben als Bauantragsverfahren, vereinfachtes Verfahren oder als Freistellungsverfahren behandelt haben will. 

Die Bauunterlagen werden formell wie für einen Bauantrag eingereicht, allerdings ist z.B. das Formular Baubeschreibung nicht mehr erforderlich. (Die einzureichenden Bauunterlagen sind der Bauunterlagen-Prüfverordnung zu entnehmen).

Rechtliche Grundlagen:
-          Baugesetzbuch
-          Landesbauordnung
-          Bauunterlagen-Prüfverordnung 

Quelle: http://www.rlpdirekt.de/

Novellierung der Landesbauordnung für Rheinland-Pfalz zum 01.08.2015

wir möchten auf die Novellierung der Landesbauordnung Rheinland-Pfalz (LBauO) vom 24.11.1998 (GVBl. Seite 365) hinweisen. Soweit noch nicht bekannt, sind mit der Änderung von Vorschriften zur geänderten LBauO u. a. eine neue Gebäudeklasse geschaffen und auch brandschutzrechtliche Vorschriften geändert worden.
Damit verbunden waren auch einige Bauantragsformulare zu ändern.

Das fachliche zuständige Ministerium der Finanzen hat die dazu angepassten und ergänzten neuen Vordrucke für das Bauantragsverfahren unter
http://fm.rlp.de/bauen-und-wohnen/baurecht-und-bautechnik/vordrucke 
veröffentlich. Benutzen Sie bitte ausschließlich nur noch diese Vordrucke für das Bauantragsverfahren.