Eingriffe in Natur und Landschaft

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Eingriffe in Natur und Landschaft

Begriff: Eingriffe in Natur und Landschaft sind Veränderungen der Gestalt oder Nutzung von Grundflächen oder Veränderungen des mit der belebten Bodenschicht in Verbindung stehenden Grundwasserspiegels, die die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushalts oder das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigen können. (§ 14 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG) 

Beispiele: 

im Außenbereich: 

  • Errichtung von baulichen Anlagen; 
  • Errichtung von landwirtschaftlichen Betriebsgebäuden; 
  • Abgrabungen oder Aufschüttungen;
  • Wegebaumaßnahmen;
  • Errichtung von Lagerplätzen;
  • Errichtung von Fahrsilos;
  • Rückschnitt/Beseitigung von Hecken oder Gebüsch im Zeitraum 01.03. bis 30.09.;
  • Umbruch von Grünland
    etc.

Ob ein Eingriff in Natur und Landschaft vorliegt, wird von der Unteren Naturschutzbehörde gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz geprüft. 

Ansprechpartner bei der Beurteilung, ob es sich bei Ihrem Vorhaben um einen Eingriff im Sinne des § 14 BNatSchG handelt, sind unsere Herren Landespfleger: 
Helmut Meier, Tel.-Nr: 02603/972-268, E-Mail: helmut.meier [at] rhein-lahn.rlp.de
und
Michael Kießling, Tel.-Nr: 02603/972-269, E-Mail: michael.kiessling [at] rhein-lahn.rlp.de;

Ausgleichs-/Ersatzmaßnahmen:
Wer in Natur und Landschaft eingreift, ist verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft zu unterlassen und unvermeidbare Beeinträchtigungen durch Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege vorrangig auszugleichen (Ausgleichsmaßnahmen) oder in sonstiger Weise zu kompensieren (Ersatzmaßnahmen). 

Auch bei dieser Problematik helfen Ihnen unsere Landespfleger gerne weiter. 

Eingriffe in Natur und Landschaft bedürfen der Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde.
Der Antrag auf Genehmigung ist schriftlich oder elektronisch zu stellen. 

Der Antrag auf naturschutzrechtliche Genehmigung sollte folgende Angaben enthalten: 

  • Beschreibung des Vorhabens; Angabe von Gemarkung, Flur- und Flurstücksnummer(n)
  • Skizze des Vorhabens und Erläuterung
  • Übersichtslageplan (z. B. Wanderkarte) im Maßstab 1 : 25.000 o. ä. und Auszug aus der Flurkarte im Maßstab 1 : 1000
  • Einzeichnung des Vorhabens im Auszug aus einer Flurkarte im Maßstab 1 : 1000
  • Beschreibung der Beeinträchtigung für Natur und Landschaft (Größe, Wirkung auf Boden, Wasser, Pflanzen, Tiere, etc.)
  • Beschreibung der Kompensationsmaßnahme (Ausgleichs- oder Ersatzmaßnahme) mit Angabe von Gemarkung, Flur- und Flurstücksnummer(n)
  • Einzeichnung der Kompensationsmaßnahme in eine Flurkartenkopie im Maßstab 1 : 1000