Geschichte

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Portrait Rhein-Lahn-Kreises

Landschaft und Geschichte
 
Der Rhein-Lahn-Kreis ist 782,31 qkm groß und hat 9 Städte und 128 Gemeinden. Er ist - wie die meisten rheinland-pfälzischen Kreise - im Rahmen der Gebietsreform von 1969 durch Zusammenschluss zweier Kreise (Loreley- und Unterlahnkreis) entstanden. Dieser neu gebildete Kreis, dessen Verwaltung damals von St. Goarshausen und Diez nach Bad Ems verlegt wurde, umfasst das rechtsrheinische Gebiet mit der Lahnmündung, den Verlauf der Lahn bis Diez kurz vor Limburg, die südlichen Ausläufer des Westerwaldes zum Lahntal hin und das nördliche Hochland des Taunus zwischen Rhein und Aar.

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Verwaltungsstruktur
 
Aus dem 1969 vollzogenen Zusammenschluss des Unterlahnkreises und des Loreleykreises entstand der heutige Rhein-Lahn-Kreis, dem 1974 noch die Gemeinde Arzbach aus dem Westerwaldkreis eingegliedert wurde. Er gehörte zum damaligen Regierungsbezirk Koblenz und besteht aus der Großen kreisangehörigen Stadt Lahnstein sowie den Verbandsgemeinden Bad Ems (mit 9 Ortsgemeinden), Diez (23), Hahnstätten (10), Katzenelnbogen (21), Loreley (22), Nassau (19) und Nastätten (32). Die Kreisverwaltung hat ihren Sitz in der Stadt Bad Ems. Unter raumordnerischen Gesichtspunkten betrachtet, gehört der Rhein-Lahn-Kreis zur Region Mittelrhein-Westerwald. Er setzt sich zusammen aus den Mittelbereichen Bad Ems und Diez; die Verbandsgemeinde Loreley zählt zum Mittelbereich St. Goarshausen/St.Goar, die Stadt Lahnstein mit der Verbandsgemeinde Loreley dagegen zum Mittelbereich Koblenz. Oberzentrum ist die Stadt Koblenz. Im Kreisgebiet sind Lahnstein, Bad Ems, Diez und St. Goarshausen zusammen mit St. Goar wegen ihrer zentralen Einrichtungen als Mittelzentren, Katzenelnbogen, Nassau, Nastätten, Braubach, Hahnstätten und Holzappel als Grundzentren ausgewiesen. Diez bildet zusammen mit der hessischen Stadt Limburg ein Mittelzentrum mit Teilfunktion eines Oberzentrums.

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Bevölkerung
 
Mit etwa 122.000 Einwohnern zählt der Rhein-Lahn-Kreis zu den bevölkerungsstarken Kreisen des Landes. Zwei der insgesamt 137 Gemeinden zählen mehr als 10.000 Einwohner, und zwar die Große kreisangehörige Stadt Lahnstein ca. 18.000 und die Stadt Diez ca. 11.000.

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Sozialprodukt
 
Die Bruttowertschöpfung (BWS) belief sich 2012 auf 2.244 Mill.€. Die Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe erbrachten rund 31 % der BWS; stattliche 68,7 % resultieren aus Dienstleistungen, Handel und Verkehr. Die Land- und Forstwirtschaft erbrachte 1,3 %.

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Landwirtschaft
 
Die im Jahre 2013 ca. 27.126 ha umfassende landwirtschaftlich genutzte Fläche dient zu rund 71 % dem Ackerbau. Der Rest ist überwiegend Dauergrünland. An den Hängen des Mittelrheins und vereinzelt auch des Lahntals ist der Weinbau anzutreffen. Die im Ertrag stehende bestockte Rebfläche umfasst 47 ha.

Die im Jahre 2012 insgesamt ermittelten 544 landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschafteten im Durchschnitt je 50 ha. Der seit vielen Jahren zu beobachtende strukturelle Wandlungsprozess in der rheinland-pfälzischen Landwirtschaft führte auch im Rhein-Lahn-Kreis zu einer starken Abnahme der Zahl der Betriebe.

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Industrie und Handwerk
 
Der gemischtwirtschaftlich strukturierte Rhein-Lahn-Kreis ist industriell weniger stark geprägt. Es gibt insgesamt 28.829 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören: Eisen-, Blech- und Metallwaren, Chemische Industrie, Herstellung von Kunststoffwaren, Elektrotechnik, Büromaschinen / DV-Geräte / Optik.
Die Handwerkesbetriebe stellen jeden dritten Arbeitsplatz. Sie beschäftigen insgesamt mehr als 7.500 Menschen und bieten darüber hinaus viele hundert Ausbildungsplätze.

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Tourismus
 
Der Tourismus nimmt im landschaftlich reizvollen Rhein-Lahn-Kreis, der im Westen die malerische Landschaft des Mittelrheins mit dem Loreley-Felsen einbezieht und im Norden vom Lahntal mit seinen waldigen Hängen durchzogen wird, eine herausragende Stellung ein. Der Naturpark Nassau, der sich über weite Flächen des Kreisgebietes erstreckt, erhöht die Anziehungskraft der schönen Gegend.

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