Landschaftspläne

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Landschaftsplanung 

Die Bauleitplanung (Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan) ermöglicht regelmäßig Eingriffe in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild, die zu erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigungen führen können. In Kenntnis dessen hat der Gesetzgeber in § 1 und § 1a des Baugesetzbuches (Textfassung siehe http://www.bmub.bund.de/themen/stadt-wohnen/staedtebaurecht/baugesetzbuch/) das Gebot des sparsamen und schonenden Umgangs mit Grund und Boden, die Sicherung einer menschenwürdigen Umwelt sowie den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen als Grundsätze der Bauleitplanung festgeschrieben. Umweltschützende Belange unterliegen wie auch andere Belange bei der Durchführung der Bauleitplanung der Abwägung, dennoch sind sie als allgemeine Planungsgrundsätze  deutlich hervorgehoben und gewinnen durch die Landschaftsplanung besondere Bedeutung.

Die Landschaftsplanung enthält Hinweise und bietet besondere Entscheidungshilfen hinsichtlich folgender Aspekte, wie z.B. Möglichkeiten der Siedlungsentwicklung, Entwicklung von Land- und Forstwirtschaft, landespflegerische Beurteilung sonstiger vorhandener und geplanter Nutzungen, Konzept für den gesetzlichen Natur- und Landschaftsschutz oder Vermeidung von Beeinträchtigung des Wirkungsgefüges der Landschaft bzw. der Landschaftspotentiale. 

Landschaftsplanung ist dementsprechend eine querschnittsorientierte Raumplanung. Sie konkretisiert auf der Ebene der Bauleitplanung die Vorgaben der überörtlichen Landschaftsplanung des Landesentwicklungsprogramms sowie des regionalen Raumordnungsplanes. Sie bildet die Fachplanung für Naturschutz und Freiraumbezogene Erholung.