Die St. Kastorkirche

Bemerkungen zu Bedeutung, Kunst- und Baugeschichte

von Stefan Fischbach

1 Einführung

Die auf einem Felsen im Ortskern gelegene St. Kastorkirche ist das älteste und kunsthistorisch bedeutendste Bauwerk in Dausenau und eine der interessantesten Kirchen des Lahntales. Sie gehört stilistisch in den Kreis der mittelrheinischen Hallenkirchen, zusammen mit den Kirchen von Montabaur, Diez, Mayen, Andernach, Geisenheim, Kiedrich u.a.. Zur Bau- und Kunstgeschichte dieser seit 1538 evangelischen Kirche gibt es inzwischen eine Fülle von Literatur. Besonders die letzten Jahre seit der Innenrenovierung von 1991 erbrachten so viele neue Erkenntnisse und regten zu weiterführenden Forschungen an, daß eine eingehende Beschreibung des augenblicklichen Kenntnisstandes den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen würde. Die noch andauernden Forschungen und Auswertungen werden noch einige Jahre benötigen. So soll hier nur eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten und am Bauwerk nachvollziehbaren Ergebnisse geboten werden. Wer sich für mehr Details interessiert, sei auf die Reihe "Beiträge zur Baugeschichte historischer Architektur in Dausenau an der Lahn" verwiesen, die ausführlich die Forschungsergebnisse dokumentieren will.

2 Die romanische Kirche

1991 wurden im Altarraum der heutigen frühgotischen Kirche die Fundamente des Rechteckchores einer romanischen Steinkirche ergraben, zu der bereits der heutige romanische Kirchturm gehörte. Über diese Vorgängerkirche war bislang nichts bekannt, selbst ihre Existenz war lediglich Gegenstand von Rückschlüssen und Spekulationen. Funde farbiger Putzfragmente ließen auf eine Ausschmückung der Kirche mit Malereien schließen. Zusätzlich zu seinem heutigen Aussehen war der Turm außen mit einer Putzritzung versehen, wie sie im Eingangsbereich der heutigen Kirche sichtbar ist. Eine 1995 durchgeführte dendrochronologische Untersuchung am 2. und 3. Stock des Turmes ergab, daß er im Jahre 1179 erbaut wurde (jedenfalls diese Stockwerke). Bereits die romanische Vorgängerkirche wurde als Grablege genutzt. So fanden sich im Altarraum die Gräber von 6 Personen, die nach der hervorgehobenen Lage ihrer Gräber zu schließen in Dausenau Bedeutung, Einfluß und Ansehen gehabt haben müssen. Ob es sich dabei allerdings um die Familien der im 13. Jahrhundert genannten Ritter von Dausenau handelt, muß mangels schriftlicher Belege eine Spekulation bleiben - auch wenn die zeitliche Einordnung passen dürfte.

 

2.1 Erste Kirche?

Ein noch älterer Mauerrest, der sich innerhalb des romanischen Rechteckchores fand, ließ sich keinem bestimmten Bautyp zuordnen. Eine Überlegung von Kurt Bruchhäuser gibt jedoch Anlaß zur Spekulation, daß es sich dabei um den Überrest einer noch früheren Kirche handeln könnte. Der Name der St. Kastorkirche verweist auf das frühere St. Kastorstift in Koblenz, das die Patronatsrechte innehatte. Bruchhäuser argumentiert, daß nach der Errichtung der Grafschaft Nassau im Jahre 1159 in der Nähe zur Burg Nassau ein anderer neuer Patronatsherr kaum hätte auftreten können. Demnach wäre denkbar, daß eine Kirche oder Kapelle in Dausenau schon vor 1159 bestanden habe, die bereits unter dem Patronat des Stifts St. Kastor stand.

 

3 Die gotische Kirche

Der Entschluß zum Bau der heutigen frühgotischen Kirche fiel nach 1301, die Vorgängerkirche bestand damals gerade einmal 120-125 Jahre. In den Jahren 1312 und 1313 wurde das Holz für den Dachstuhl der neuen Kirche geschlagen. Der Innenausbau schließlich muß vollendet gewesen sein, als man 1319 ein Haus für die Kirche vom Nassauer Grafen pachtete und 1320 das Recht auf einen eigenen Taufstein mit eigenem Vikar erhielt. Die Zugehörigkeit zur Mutterpfarrei Ems blieb jedoch bestehen - erst 1413 wurde Dausenau eine eigenständige Kirchengemeinde (Abb. 1).

Zu diesem Zeitpunkt war die St. Kastorkirche schon reich ausgestattet - bereits Ende des Jahres 1350 gab es drei Altäre. Die Kirche bildete sozusagen das Prunkstück einer ca. 130jährigen Bautätigkeit des Gemeinwesens Dausenau, deren Ergebnisse an Großbauten bis heute im Ort unübertroffen sind. Zwischen 1301 und 1434 wurden die gotische Kirche, die Stadtmauer und das Alte Rathaus erbaut. Begleitet, vorbereitet und vorangetrieben wurde diese Entwicklung von der Verleihung der Stadtrechte 1348 und der Errichtung der eigenständigen Pfarrei 1413. Letztere war sicherlich das Ziel und der Motor für den Bau und die Ausstattung der Kirche. Die im Vergleich zu den anderen Orten der Region wohlhabende Bevölkerung brachte ihren ganzen Stolz in den Kirchenbau ein, z.B. indem sie 1413 versprach, für den Unterhalt von Kirchenbau und Pfarrer zu sorgen.

Durch die neu gewonnene Datierung des Kirchenbaues läßt sich die St. Kastorkirche in die Entwicklungsgeschichte dieses Kirchenbautyps des Mittelrheins einordnen. Im Vergleich bietet sich folgendes Bild:

  • a) Ahrweiler, St. Laurentius: Baubeginn 1269 (Liessem), Hauptchor vor 1300 vollendet, Langhaus frühes 14. Jahrhundert (Dehio). Dreischiffige Hallenkirche mit Emporen, 5/8 Chor und Rundsäulen.

    b) Diez, Stiftskirche: 1289 gegründet, Kirchweih erstmals 1306 belegt. 5/8 Chor, Chorfenster ohne Maßwerk. Massige, eckige Pfeiler, Geschlossenheit der Wandfläche (romanische Tradition). 6 Joche, teilweise Tonnengewölbe. Nordschiff schmaler als Südschiff. Ursprünglich keine Emporen, sondern Umgang mit kleinen Arkadenbögen, Emporen etwa um 1400 ausgebaut.

    c) Bacharach-Steeg, St. Anna: Im frühen 14. Jahrhundert begonnen. Zweischiffige Emporenhalle mit 5/8 Chor.

    d) Montabaur, St. Peter und Paul in Ketten: Datierung: wohl 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts (Liessem), frühestens Beginn des 14. Jahrhunderts (Roth). Baudaten fehlen, älteste Altarstiftung 1311, dann 1383, 1387, 1388. Brände 1491, 1534. Vierschiffige Stufenhalle mit Emporen, 5/8 Chor, eckige Dienste aus der Wand alle zwei Joche vorkragend (romanische Tradition).

    e) Mayen, St. Clemens: Liessem: 1. Bauabschnitt um 1390 weitgehend vollendet. 5/8 Chor, runde Pfeiler, keine Emporen, Fenster mit Maßwerk.

  • Die frühgotische St. Kastorkirche in Dausenau findet somit zeitlich, wie auch stilistisch, ihren Platz zwischen den Kirchen von Diez und Montabaur/Mayen. Gegenüber der nur wenig älteren Stiftskirche in Diez finden sich in Dausenau in vielen Bauteilen deutliche Weiterentwicklungen (Maßwerk im Chor, runde Säulen, abgestufte und gefaste Joche, etc.).

     

    4 Glocken

    Über die ersten Kirchenglocken wissen wir leider nichts. Der Turm von 1179 wurde als Glockenturm errichtet, 1301 wurde der Glockenstuhl erneuert (für neue Glocken?), 1356 ein völlig neuer Glockenstuhl eingebaut. Dieser neue Glockenstuhl ist heute noch teilweise erhalten und konnte schwere Glocken tragen. Die beiden uns bekannten ältesten Glocken waren mit den Namen der Evangelisten versehen und wurden im Jahre 1400 von dem Koblenzer Glockengießer Johann Brubach I. gegossen. Beide Glocken mußten 1917 abgeliefert werden, als der Staat angesichts der kriegsbedingten Metallknappheit begann, auf Kirchenglocken, Orgelpfeifen, Kupfergeschirr und Dachkennel zurückzugreifen. Die kleinere der beiden Glocken kehrte zurück, da sie aber einen Sprung aufwies, gab man sie 1926 zur Einschmelze in Zahlung.

    Die älteste der drei heute vorhandenen Glocken wird aus Anlaß der Eigenständigkeit der Gemeinde 1413/14 in Auftrag gegeben worden sein. Dies gibt ihr bereits einen besonderen Wert für die Gemeinde. Johann Brubach II. aus Koblenz goß sie und versah sie mit der deutschen(!) Inschrift "jhesus & maria heissen ich johan brubach gos mich". Die Darstellung des gekreuzigten Christus, eine Darstellung eines sitzenden oder knieenden, lesenden Mönches, sowie eine Reihe von dekorativen Trennzeichen zwischen den Worten der Inschrift geben der Glocke ihren Reiz. Diese kleinste Glocke überdauerte alle Kriege und wurde nie abgeliefert (Abb. 2).

    Die Schlagtöne des Geläuts waren - und sind bis heute - a` h` cis``

    1724 war eine kleine Totenglocke bei Jakob Rincker angeschafft worden, die in einem Erker außen am Kirchturm hing. Im Jahre 1839 bekam sie beim täglichen Trauerläuten für Herzog Wilhelm von Nassau einen Sprung. Ein paar Jahrzehnte später nahm man sie bei der Restaurierung 1884 herunter und stellte sie ins Kircheninnere. 1916 wurde sie wegen des Metalls an den Staat verkauft und eingeschmolzen.

    Das Geläut konnte schließlich 1926 durch den Kauf zweier Glocken bei der Firma Rincker komplettiert werden. Es ist als großes Glück zu bezeichnen, daß die kleine Glocke von 1413/14 dabei nicht auch zur Einschmelze gegeben wurde. In vielen anderen Gemeinden, die sich ein komplett neues Geläut leisten konnten und wollten, war so etwas der Fall. Wahrscheinlich bewirkten die finanziellen Verhältnisse, daß man sich in Dausenau mit dem Auftrag von zwei neuen Glocken begnügte. Beide neuen Glocken mußten 1942 abgeliefert werden und fielen dem kriegsbedingten Metallbedarf zum Opfer. Es dauerte bis 1952, bis man eine zweite Glocke als "Leihglocke" erhielt, die 1923 von der Firma Schilling in Apolda gegossen worden war. Es ist schon eine große Seltenheit, daß eine Glocke der 1920er Jahre den 2. Weltkrieg überdauerte. 1956 schließlich wurde bei Rincker in Sinn die dritte Glocke des Dausenauer Geläuts gegossen (Abb. 3). [Abb. 20.18]

    Alle Glockenanschaffungen des 20. Jahrhunderts in Dausenau fielen die Amtszeit von Pfr. Wilhelm Schwehn, der sich auch um den Erhalt und die Renovierung der St. Kastorkirche in schwierigen Zeiten sehr verdient gemacht hat.

     

    5 Die Kirche im Jahre 1319

    Die frühgotische St. Kastorkirche hat im wesentlichen ihre Ursprünglichkeit bewahrt, wobei im Zuge der Renovierungen 1884 und 1950 einige Zutaten des 18. Jahrhunderts entfernt und veränderte Anordnungen rückgängig gemacht wurden. Zum Urbestand der Kirche von 1319 gehört der jetzige Baubestand ohne die Mittelempore und ohne die Verlängerung der Seitenemporen zu den Seitenchören hin (Flachdecke über dem jeweils östlichen Joch). Den Seitenchören war somit der Bereich des östlichen Jochs der Seitenschiffe zugeordnet, wodurch optisch der Eindruck von kleinen Seitenkapellen entstand. Die Gewölbe im Erdgeschoß sind schlichte Kreuzgratgewölbe, die der oberen Decke sind bereits als Kreuzrippengewölbe ausgeführt - ein Zeichen dafür, wie sich während der Erbauung der Kirche die frühe Gotik zunehmend Einfluß verschaffte. Verloren ist eine an den Hauptchor außen angebaute Sakristei, die zum Urbestand der Kirche gehörte und zwischen 1644 und 1767 abgebrochen wurde. Die Fundamente und das Türgewände unter dem rechten Fenster des Hauptchores wurden 1984 (Fundamente) und 1951 u. 1991 (Türgewände im Altarraum) wiederentdeckt. Das Türgewände wurde leider wieder unter Putz gelegt. Hinter der Kanzel befindet sich ein erst 1951 vermauerter Chorsitz (Abb. 4).

    Der Altarraum des Hauptchors war auf zwei Ebenen aufgeteilt. Die hintere Ebene lag so hoch wie heute und war der Standort des Altars. Die vordere Ebene zum Kirchenschiff hin lag eine Stufe tiefer und war zum Schiff hin durch einen zunächst hölzernen, später steinernen Lettner optisch abgetrennt.

     

    5.1 Erste Zutaten im 14. und 15. Jahrhundert

    Hatte man ursprünglich noch den Plan gehegt, den Turm abzubrechen und die Kirche nach Westen hin zu erweitern, so gab man diesen Gedanken spätestens 1356 mit dem Einbau des großen Glockenstuhls auf und errichtete um diese Zeit die Mittelempore, die man als einziges Bauteil im Turmmauerwerk verankerte. Das Gewölbe der Mittelempore zeigt schon erste Verfeinerungen der Hoch- oder Spätgotik.

    Anfangs des 15. Jahrhunderts, vermutlich um 1430, wurden die beiden südlichen Vorhallen vor den beiden Eingängen im spätgotischen Stil errichtet. 1882 zeigten sich an beiden Vorhallen noch Reste von Bemalung.

    Die östliche Vorhalle wurde zwischen zwei der drei Stützpfeiler angelegt und zeigt ein sehr schönes spätgotisches Netzrippengewölbe.

    Die westliche Vorhalle besteht aus einem Kreuzrippengewölbe, das auf zwei schönen schlanken achteckigen Pfeilern aus Basalt ruht und in der Kirchenwand verankert ist. An einem der Pfeiler findet sich auch das einzige Steinmetzzeichen an der St. Kastorkirche. Der eindrücklichste Schmuck dieser Vorhalle ist jedoch verloren: das Dach war ursprünglich eine sehr hohe spitze Konstruktion, die fast bis zum Dachgesims der Kirchenhalle reichte und einen sehr schönen spätgotischen Akzent setzte. Auf Reinermanns Darstellungen aus der Zeit von 1825/27 ist der ursprüngliche Zustand noch zu sehen, aber auch die Baufälligkeit. 1827 sollte die Vorhalle auf staatliches Betreiben abgerissen werden, doch konnte der Pfarrer mit einem Kirchenvorsteher eine schlichte Erneuerung des Daches und damit den Erhalt der Konstruktion durchsetzen.

     

    5.2 Veränderungen im 18. und 19. Jahrhundert

    Wohl erst im 18. Jahrhundert wurden, anscheinend wegen höherer Bevölkerungszahlen, die Seitenemporen verlängert, im südlichen Seitenchor eine Treppe eingebaut (1884 entfernt) sowie eine zweite Holzempore mit zwei Bankreihen vor die Mittelempore gesetzt (1951 entfernt).

    Bis zum Erlaß des Verbots im Jahre 1778 waren Begräbnisse innerhalb der Kirche üblich. Das erst 1996 im Schutt einer Scheune wiederentdeckte bisher älteste Fragment einer Grabplatte aus der Kirche stammt aus dem Jahre 1454 und ist nun wieder (zumindest das größte Bruchstück) in der Kirche ausgestellt. Im 18. Jh. wurden Mitglieder der Familie des Amtmanns Goedecke in der Kirche beigesetzt, der Amtmann selbst nach seinem Tode im Jahre 1733 vor, bzw. neben dem Altar. Ein paar Grabsteine und Epitaphen zeugen in der Kirche von Beisetzungen des 18. Jahrhunderts.

    Wohl gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die schlichte Kanzel geschaffen. Zunächst stand sie im Kirchenschiff und wurde 1807 in den Altarraum hinter dem Altar aufgestellt, wo sie zwangsläufig erheblich höher als vorher wirkte. Auch die Sakristei wurde in diesem Zusammenhang in den Hauptchor eingebaut, wodurch der Typus der protestantischen Predigerkirche entstand (Abb.5) . Erst 1951 verlegte man die Sakristei in das nördliche Seitenschiff und versetzte die Kanzel an die Südwand des Altarraumes, wobei ihr Fuß (Säulenschaft aus Holz) um ca. 50 cm verkürzt wurde.

     

    6 Künstlerische Ausstattung

    Von den mittelalterlichen Ausstattungsstücken hat sich nur sehr wenig erhalten. Sämtliche liturgischen Geräte und Gewänder, von denen im 17. Jh. noch ein reicher Bestand vorhanden war, sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. Ein einziger Altar sowie eine Tabernakeltür sind erhalten geblieben und werden daher heute besonders geschätzt und gut gehütet. Beide Stücke waren private Stiftungen, jedoch sind die Stifter nicht mehr bekannt.

    Die Tabernakeltür gehörte ursprünglich zu einem freistehenden Sakramentshäuschen und wurde 1525 nach der Vergrößerung des Wandtabernakels in die Wand des Hauptchores eingebaut und mit der großangelegten bekrönenden Renaissance-Malerei (Schweißtuch der Veronika, der Auferstandene Christus mit 2 Engeln) umgeben. Die Tür zeigt Innen eine Darstellung der Gregorsmesse, außen läßt sie nur noch schemenhaft zwei Engel, die eine Monstranz halten, sowie eine Stifterfigur mit Spruchband erkennen. Die Außenseite war mit Farbe überstrichen und wurde irgendwann nach 1950 mit Chemikalien abgelaugt. Dabei wurde die Malerei völlig zerstört, nur die Vorzeichnung blieb erhalten.

     

    6.1 Flügelaltar

    Die erhaltenen Teile des Flügelaltares aus der Zeit um 1500 wurden bei seiner letzten Restaurierung (1988 bis 1995) wieder in originaler Zusammensetzung in neuem Schrein angeordnet und lassen nun wieder die ursprüngliche Schönheit erkennen, wenn auch einzelne Teile im Laufe der Zeit verlorengingen (Abb. 6). So waren z.B. 1869 noch zwei knieende Stifterfiguren zu den Seiten der Maria und Reste des Strahlenkranzes der Muttergottes vorhanden. Wahrscheinlich hielten die beiden schwebenden Engel ursprünglich eine Krone über Marias Haupt. Der Holzwurm hatte schon 1844 allen Figuren böse zugesetzt, erst in unserem Jahrhundert konnte man ihn wirksam bekämpfen.

    Eine besondere und bis vor kurzem unbekannte Geschichte verknüpft sich mit dem Altar. Im Sommer des Jahres 1844 kamen englische Touristen nach Dausenau, sahen den Flügelaltar unbeachtet in der Ecke stehen und versuchten, das alte Stück zu kaufen. Nach einigem Hin und Her gelang ihnen der Handel schließlich, und noch in derselben Nacht wurde der Altar nach Koblenz gebracht. Als dies am nächsten Morgen bekannt wurde, brach im Ort der Aufruhr los. Stürmische Proteste, Klagen bei den Behörden. Plötzlich war das Interesse am Altar hellwach, und der Skandal erschütterte die Gesellschaft des Ortes mit einer Wucht, wie es weder vorher noch nachher je der Fall war. Die nassauische Staatsregierung beauftragte den Amtmann, den Altar rasch aufzuspüren und vorerst sicherzustellen, bis die Sachlage geklärt sei. Die Akten lesen sich so spannend wie ein Krimi. Geradezu im letzten Moment konnte der Amtmann den Altar im preußischen Koblenz noch festhalten, der bereits zum Versand bei der Firma Deinhard lag und am nächsten Tag nach England abgeschickt werden sollte. Nach einiger Zeit der Verhandlungen zwischen preußischen und nassauischen Behörden, sowie den weitergereisten Käufern kehrte der Flügelaltar schließlich ein paar Monate später in die Dausenauer Kirche zurück. Noch 40 Jahre später war der Verkauf des Altars in der Erinnerung der Menschen, auch wenn die Erinnerungen an näheren Umstände mit der Zeit verblaßten.

     

    6.2 Orgel

    Die älteste nachweisbare Orgel in der Kirche stammte aus dem Jahr 1610 und bestand bis 1840. 1839 wurde im Zusammenhang der Kirchenrenovierung eine neue Orgel in Auftrag gegeben, die der junge Nassauer Orgelbauer Daniel Buderus bis 1842 baute (Abb. 7). Es wurde die erste von insgesamt acht Orgeln seines Schaffens und seine Leistung fand große Anerkennung. Leider war er ein unglücklicher Geschäftsmann und machte mehrmals im Leben bankrott. Später lebte und arbeitete er in Singhofen. Als ca.1968 die Orgel, vom Wurmfraß zerstört, unbrauchbar wurde, erwarb man 1971 eine elektronische Orgel und die alte Buderus-Orgel wurde bald darauf abgebrochen. Lediglich der Prospekt blieb erhalten und ziert wenigstens noch optisch die Mittelempore. Inzwischen sammelt und spart die Gemeinde, um eines Tages vielleicht doch wieder eine Pfeifenorgel bauen zu lassen.

    6.3 Fresken

    Bedeutend sind die Fresken der St. Kastorkirche. Sie wurden 1878 von Pfarrer Heinrich Klein wiederentdeckt und zum Teil von ihm selbst freigelegt, z.T. half ihm der spätere Bürgermeister Heinrich Fischbach und schließlich auch der Leipziger Professor M. zur Strassen. Im Schein einer Lampe, was Unebenheiten im Putz besser erkennen läßt, verbrachte Klein viele Stunden damit, die überlagernden Farbschichten von den Bildern zu lösen. Von seinem bedeutenden Fund angespornt, widmete er sich dem Erhalt der stark baufälligen Kirche und versuchte, die Behörden und den Kaiser für das Projekt zu gewinnen. Schließlich wurde sein unermüdlicher Einsatz 1884 von Erfolg gekrönt und die Kirche gerettet, ein Verdienst Kleins, das leider zu seinen Lebzeiten nicht einhellig gewürdigt wurde. Über die Renovierung von 1884 und die im Jahre 1902 stark restaurierten Fresken ist schon viel geschrieben worden. Es wäre unsinnig, hier in Wiederholungen von bereits weithin Bekanntem zu verfallen (Abb. 8).

    So sei an dieser Stelle nur zu dem Wichtigsten etwas gesagt: die Bedeutung des Passionsfrieses im Hauptchor und die Frömmigkeit, die dahinter steht. Der Wechsel von je zwei Aposteln und einer Szene aus der Leidensgeschichte Jesu scheint heute durch den 1525 vergrößerten Wandtabernakel unterbrochen. Doch bei genauer Betrachtung fällt auf, daß der Wandtabernakel, in dem ja die Abendmahlsgeräte und die Monstranz mit der Hostie aufbewahrt wurden, ursprünglich die Größe eines der Freskenfelder besaß und in den Ablauf des Passionsfrieses hineingehörte. Thematisch folgt er auf die Szene im Garten Gethsemane mit dem dargestellten Kelch. Der Passionsfries ist demnach ganz und gar auf die Feier des Hl. Abendmahles (Eucharistie) bezogen.

    So wurden in Dausenau bei der Feier der Eucharistie die heiligen Elemente aus dem bildlich dargestellten Leiden Christi herausgenommen und den Menschen dargereicht - ein ungeheuer symbolträchtiger Vorgang, ein sehr schönes Zusammenspiel von Kunst und Theologie, das durch die Vergrößerung des Wandtabernakels 1525 keineswegs gestört, sondern eher noch mehr betont - ja beinahe überbetont - wurde.

    Doch im Gesamtkontext der Chorraum-Gestaltung hat der Passionsfries noch eine weitere Bedeutung. Dort, wo er endete (er umfaßte wohl nur noch zwei der 1902 gemalten roten und blauen Felder), folgte die Tür zur Sakristei unter dem rechten Chorfenster, danach die Nische des Chorsitzes (jetzt hinter der Kanzel vermauert), in dem der Priester/Pfarrer während des Gottesdienstes seinen Platz hatte. Betrachten wir die Gesamtabfolge von links nach rechts, so zeigen sich zwei neue Aspekte, die auf dasselbe hinauslaufen.

  • 1. Zum einen setzt sich die Reihe der Apostel mit dem Aufenthaltsbereich des Priesters fort (Tür zur Sakristei, Chorsitz). Damit verdeutlichte sich die römisch-katholische Tradition der sogenannten "Apostolischen Sukzession" (in der Nachfolge der Apostel stehend). Damit wird eine Tradition fortgeführt und in der Ordination des Priesters übertragen, die den Bischof, bzw. Priester legitimiert als in der rechten Tradition der Kirche stehend. Es ist eine Tradition, die in den Aposteln, d.h. Petrus, dem Fels der Kirche, ihren Ausgangspunkt sieht. In der Dausenauer Chorraum-Gestaltung verdeutlicht sich diese Auffassung: die Reihe der Apostel wird optisch weitergeführt durch den Priester.

    2. Zum andern zeigt sich im Ablauf der Gestaltung die Kontinuität der christlichen Geschichte und Verkündigung. Die Zeit Christi, sein Heilswirken und sein Leiden, bezeugt von den Aposteln, wird zeitgenössisch verkündigt vom Priester/Pfarrer und der Kirche/Gemeinde. So wird hier - wie in der Feier des Heiligen Abendmahles - im Passionsfries und der Fortsetzung (Sakristeitür und Chorsitz) der Bogen gespannt von Christus über die Urkirche zur zeitgenössischen Gemeinde (evangelisches Verständnis von Apostolischer Sukzession). Die Gemeinschaft aller Gläubigen wird symbolhaft bildlich hergestellt durch den Fresken-Fries, den Pfarrer und die versammelte Gemeinde. Wenn man sich dazu noch vor Augen führt, daß die Kirche auch als Bestattungsplatz diente, dann hat man wirklich die Gemeinschaft aller Gläubigen und aller Generationen im Gottesdienst.

    Gottesdienst ist demnach also ein weitaus mehrdimensionales Geschehen als bloß die Feier der versammelten (lebenden) Gemeinde. Kirche ist eben weitaus mehr als nur ein museales Kulturdenkmal. Es ist zu bedauern, daß durch die heute nicht sichtbare Sakristeitür und den vermauerten Chorsitz diese herrliche und seltene Symbolik so verdeckt ist. Es wäre zu wünschen, daß eine spätere Renovierung die theologischen Aspekte berücksichtigt und würdigt.

  • 6.4 Glasmalereien

    Die mittelalterlichen Glasmalereien aus dem Hauptchor der Dausenauer St. Kastorkirche entstanden im Zeitraum zwischen 1313 und 1319 und gehören zu den bedeutendsten hessischen Glasmalereien des 14.Jahrhunderts. Nur - leider - befindet sich kein einziges Stück mehr in unserer Kirche. Ende Januar 1814 wurden die Glasmalereien an einen ungenannten "preußischen Rittmeister" verkauft, der 20-25 Goldstücke und neue Fenster versprach. Hinter dieser Bezeichnung verbarg sich niemand anderes als der Freiherr vom und zum Stein, der der Zeitmode des Adels folgte und mittelalterliche Glasmalereien sammelte. Einen Teil seiner Sammlung baute er in die Fenster seines neugotischen Turmes in seinem Nassauer Schloß ein, den er als Denkmal für die Befreiungskriege errichten ließ. Auch ein paar Dausenauer Fenster waren unter den im Turm eingebauten Scheiben - sie gingen alle im 2. Weltkrieg bei den Luftangriffen auf Nassau unter. (Die neuen schlichten Fenster in Dausenau - von 1884 - ereilte das gleiche Schicksal durch zwei Luftminen).

    Einen bedeutenden Medaillon-Zyklus mit Szenen aus dem Leben Jesu hatte der Freiherr vom Stein 1819/20 selbst weiterverschenkt an die neue evangelische Gemeinde St. Florin in Koblenz. In Dausenau zierte dieser Zyklus das Mittelfenster im Hauptchor. In Koblenz werden sie heute im rechten Seitenchor als größter Schatz der Kirche gezeigt (Abb. 9).

    Im 2. Weltkrieg waren die Scheiben rechtzeitig ausgelagert worden und überstanden so die Zerstörung der Stadt. Nach dem Krieg befanden sie sich noch eine Weile im Mittelrheinischen Museum auf der Festung Ehrenbreitstein, bis sie wieder (offenbar 1957) in die wiederhergestellte Kirche zurückkehren konnten. 1980-1981 wurden sie zuletzt restauriert und sind nun vor Umweltgiften von außen geschützt.

    Der bedeutende Rest der Stein'schen Glasmalerei-Sammlung befindet sich heute, wie das gesamte Stein'sche Erbe, im Familienbesitz des Grafen Kanitz. Darunter gibt es noch zwei Scheiben aus Dausenau: eine Hl. Katharina und ein Hl. Nikolaus. Sie gehörten zu den Fenstern links und rechts im Chor, die schon 1814 nicht mehr vollständig erhalten waren, und von denen mindestens drei Ornamentscheiben im Krieg in Nassau untergingen. 1928 wurden sie mit der ganzen Sammlung im Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt ausgestellt, wo sie jahrelang als Leihgabe verblieben. 1957 waren sie noch einmal im Liebig-Haus des Städelschen Kunstinstituts zu sehen. 1966 wurden sie in einer Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg gezeigt. Heute befinden sie sich seit 1973 als Leihgabe im Westfälischen Landesmuseum in Münster.

    Der Schmuck der Fenster von 1884 war nur schlicht und minimal und ging im Krieg unter. Als nach dem 2. Weltkrieg neue Fenster für die Kirche erworben werden sollten, setzte sich Pfarrer Wilhelm Schwehn für Glasmalereien ein und konnte das große Ziel schließlich 1955 erreichen, was nur durch viele Spenden möglich war. Alle Chöre erhielten Glasmalereien, die der Marburger Künstler Erhard Klonk entwarf und ausführte. Das Resultat ist eine überaus gelungene Leistung und ein harmonisches Zusammenspiel alter Fresken und neuer Glasmalerei. Es lohnt sich, die Glasfenster länger auf sich wirken zu lassen und in ihnen auf Entdeckungsreise zu gehen. Erwähnt sei an dieser Stelle nur noch ein neuer Aspekt von Frömmigkeit: den Hauptchor zieren Fenster mit den Themen Geburt, Passion und Auferstehung. Klonk setzte das Geburts-Fenster in die Mitte des Chores. Damit dokumentiert er die Ausrichtung der heutigen Menschen auf das Leben. 1955, 10 Jahre nach Kriegsende, hatte man noch von Leid, Krieg und Passion genug, das Leben und die Freude daran standen im Mittelpunkt. Im 14. Jahrhundert, ja und noch im 19. Jahrhundert hatte dagegen das Leiden Christi im Mittelpunkt auch der evangelischen Frömmigkeit gestanden, die meisten Kirchen haben die Kreuzigung in die Mitte gesetzt. Klonk setzt dagegen die Freude über die Geburt Jesu Christi an die zentrale Stelle. Eine Anregung zum Nachdenken. Tiefer kann ich an dieser Stelle und zu diesem Zeitpunkt nicht gehen, doch ich hoffe, daß durch die kurzen Anmerkungen schon ein wenig von dem Reichtum an Frömmigkeit, Botschaften und Traditionen deutlich wird, den uns die St. Kastorkirche bietet.

    Als letzte Glasmalerei kam 1972 das Fenster von Heinz Hindorf aus Michelstadt hinzu, das der Künstler ebenfalls sehr farbkräftig gestaltete. In Kreuzigung, Sündenfall, Brudermord und Barmherziger Samariter sind Altes und Neues Testament wieder einander gegenübergestellt. Die Umsetzung der Themen ist sehr ausdrucksstark gelungen, und die Detailfreude und Symbolik ermöglicht eine Fülle von Entdeckungen.

    Es bleibt zu hoffen, daß die Glasmalereien unseres Jahrhunderts der St. Kastorkirche erhalten bleiben und liebevoll bewahrt werden. Doch die Glasmalerei von 1972 sollte nicht das Ende der künstlerischen Ausschmückung sein. Für nachfolgende Generationen stehen noch genügend Fenster zur Ausgestaltung zur Verfügung.

     

    6.5 Taufstein

    Mit der Verleihung des Taufrechtes an die St. Kastorkirche Dausenau im Jahre 1320 wird der erste Taufstein errichtet worden sein. Leider ist auch der mittelalterliche Taufstein verlorengegangen - vermutlich im Zusammenhang der Ereignisse im August 1764, denen wir die einzige Erwähnung des alten Taufsteins verdanken. Dem Pfarrer machten die ungezogenen Jugendlichen im Gottesdienst zu schaffen - so klagte er in dem den Taufstein betreffenden Bericht:

    "Es ist bishero, wie iedermann dahier bekennt, und alle Wahrheit liebende frei bekennen werden, in den Ecken und Winckeln unserer Kirchen ein gantz unmenschlicher Unfug mit neßen (toben, sich ungezogen benehmen), plaudern, schlafen u. dergl. von der Jugend ausgeübet worden, welcher aber weder durch freundliches Ermahnen, noch durch Drohungen hat abgestellet werden können."

    Um dem Problem Herr zu werden, entschloß er sich nach Rücksprache mit dem Schult- heißen, den Altar vorzurücken und dahinter zwei Bänke für die Jugend aufzustellen, "damit sie hier iedermann im Gesicht stehen, und beßer in ordnung gehalten werden könnte". Da es nun aber durch den Taufstein, der direkt vor dem Altar stand, eng wurde, ließ ihn der Pfarrer aus dem Hauptchor entfernen und beiseite stellen. Was danach passierte, wertete er als offenen Aufruhr. Doch hier soll sein Beschwerdebericht an das Amt Nassau selbst sprechen. Er schreibt, daß der von ihm ungeliebte Taufstein "ein gar großer und unförmlicher ausgehauener Stein ist, und vielen raum wegnimmt, in welchen aber das Taufwasser niemahlen hinein gegoßen, sondern iederzeit mit einer Kanne und Schüssel auf einem über diesem Stein gelegten höltzernen Deckel gestellet worden. So unschuldig aber nun, wie ich glaube, dieses mein verfahren ist, so übel wurde es von der hiesigen Gemeinde aufgenommen. Ein großer Haufe derselben drangen ohnlängst gantz eigenmächtig aus antrieb angebohrner vor vielen andern Gemeinden gantz eigener Halßstarrigkeit und boßheit in die Kirche ein, und stelleten den Taufstein, den ich ebenbesagter Ursache wegen bey Seite stellen laßen, wieder an seine vorige Stelle, ohne mir daßselbe die geringste anzeige vorher gethan, noch auch meines verfahrens wegen sich bey mir beschweret zu haben."

    Der Pfarrer wird auf seine Beschwerde zwar gerügt, da er ohne die nötige höhere Genehmigung gehandelt habe, doch in der Sache wird ihm recht gegeben. Das Amt genehmigte, daß der "alte taufstein von seiner bisherigen stelle weg und an einen solchen Ort, wo selbiger niemand hinderlich ist, gebracht werden solle." Seither ist nichts mehr über den Taufstein bekannt. Wenn er nicht zerschlagen wurde, teilte er wohl das Schicksal mit vielen anderen Taufsteinen, die in der Landwirtschaft Verwendung fanden und gelegentlich heutzutage wieder aufgefunden werden.

    Die St. Kastorkirche blieb lange Zeit ohne Taufstein. Erst 1951 wurde ein schlichter neuer Taufstein aus rotem Sandstein gefertigt und im Hauptchor aufgestellt.

     

    7 Schlußwort

    Die St. Kastorkirche ist ein bedeutendes Denkmal der Kunstgeschiche und Frömmigkeit im Mittelrheingebiet. Sie ist das künstlerisch hochwertigste Bauwerk, daß die Menschen in Dausenau geschaffen haben, Gott zur Ehre und sich selbst zur Freude und zum Stolz. Den Erhalt dieser Kirche und der noch vorhandenen Ausstattungsstücke verdanken wir vielen einzelnen Menschen, die sich in ihrem Engagement - z.T. gegen große Widerstände - der St. Kastorkirche verschrieben haben. Manche von ihnen sind bekannt, viele sind unbekannt geblieben. So ist die Kirche zum einen ein beeindruckendes Gotteshaus, zum andern aber auch ein Denkmal der Frömmigkeit und der vielen Menschen, die sich in allen Jahrhunderten für die St. Kastorkirche engagierten und die große Aufgabe des Erhalts trugen und tragen.

     

    8 Literaturverzeichnis

    Bruchhäuser, Kurt: Dausenau an der Lahn, Geschichte eines Kirchspiels, Dausenau 1986.

    Dehio, Georg: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz. Saarland, 1972 (2. Auflage 1984).

    Fischbach, Stefan: Beiträge zur Baugeschichte historischer Architektur in Dausenau an der Lahn, davon betreffen die Kirche die Nummern (für die vollständigen Titel vgl. die Bibliographie der Dausenau-Literatur am Ende dieses Buches):

    Nummer 1: Der romanische Kirchturm, 1993.

    Nummer 2: Dachgeschoß und Dachwerk, 1994.

    Nummer 3: Altar, Kruzifix, Sakramentshäuschen und Opferstock, 1995.

    Nummer 6: Die Glocken, 1995.

    Nummer 7: Die Fresken und Wandmalereien, 1995.

  • Nummer 8: Die Ergebnisse und Auswertung der dendrochronologischen Untersuchung, 1996.

  • Nummer 9: Die Orgeln, 1996.

    Weitere Nummern, die Kirche und ihre Ausstattung betreffend sind in Bearbeitung.

    Liessem, Udo: Bemerkungen und Beobachtungen zur Baugeschichte der ehemaligen Stifts- und Pfarrkirche St. Clemens in Mayen, in: Geschichts- und Altertumsverein Mayen

    (Hrsg.): Beiträge zur Heimatgeschichte Heft 6, Mayen 1993, Seite 3-36.

    Lotz, Wilhelm: Die Baudenkmäler im Regierungsbezirk Wiesbaden, Berlin 1880.

    Markowitz, Gertrud und Klaus: Stadt Mayen, Rheinische Kunststätten Heft 237, 1. Auflage 1980.

    N.N.: Die Pfarrkirche "St. Peter und Paul in Ketten" zu Montabaur, Montabaur 1959.

    (Aufsatzband), darin: Bornheim gen. Schilling, Werner: Zur kunstgeschichtlichen Stellung der katholischen Pfarrkirche St. Peter in Ketten zu Montabaur, Seite 96-100.

    Kalb, Walter: Die Kirche St. Peter ad vinculam in Montabaur und ihre kunstgeschichtli- che Stellung, Seite 101-138.

    Vater, Joachim: Die Diezer Stiftskirche ein Haus Gottes im Wandel der Zeit, Diez 1989.